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Es gießt wie aus Kübeln

Starkregen mit 100 bis 150 Litern pro Quadratmeter sind heute für Jülich durch die UnwetterZentrale gemeldet. Auch Gewitter seien möglich. Die langanhaltenden Regenfälle sind nicht ohne Folgen geblieben.

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Foto: Volker Goebels
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Die Herzogstadt hat in den letzten Tagen ordentlich Regen abbekommen. Besonders deutlich wird dies bildlich, wenn man sich die Gewässer in Jülich anschaut. Die Spazierwege rund um den Barmener See sind teilweise überflutet, die Rur führt mehr Wasser als regulär und so manche Brücke hat deutlich an Bodenfreiheit verloren (siehe Fotos). Lag der Pegel der Rur an der Messstelle Stadion laut dem Wasserverband Eifel-Rur am Montag, 12. Juli, noch bei knapp über 1,4 Metern, liegt dieser mittlerweile bei über 2,61 Metern und zeigt die Farbe Rot an.

Museum Zitadelle betroffen

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Auch für die Zitadelle war das Nass von oben nicht folgenlos. Der Museumskeller ist aktuell für Besucher geschlossen, weil die Mauern dem Gewässer nicht standhalten. Das wichtige zuerst: Die Ausstellungsstücke haben nach aktuellem Stand keinen Schaden genommen. Trotzdem steht das Wasser in den Kellergängen in Pfützen und das Wasser tropft durch Decke und drückt sich durch die Lüftungsschächte (siehe Fotos). Auch einiges an Dreck ist durch das Wasser mitgeführt worden. Das liegt daran, so erklärte es Dr. Christoph Fischer vom Museum Zitadelle Jülich, dass diese Schächte das Niveau des Kanals unterschreiten.

Ein Video von einem der Lüftungsschächte. Quelle: privat

Auch die Tagebauschäden, die einen Riss in der Zitadelle verursacht haben, bahnen dem Wasser ihren Weg. Deswegen kommt das Wasser auch von oben. Beim Land NRW sind diese Missstände bereits aufgefallen. Wie es der Zufall will, sollen am Montag Baumaßnahmen in Angriff genommen werden. Marode Kanäle rund um das Gebäude sollen dabei ausgetauscht und das Niveau der Lüftungsschächte angehoben werden. Der restliche Teil des Museums ist weiterhin für Besucher geöffnet. Sobald der Keller wieder für Besucher begehbar ist, wird dies auf der Webseite des Museums unter https://www.juelich.de/museum bekanntgegeben.

Jülich nicht so stark wie Umland betroffen

Von starken Überflutungen, die aktuell in Aachen oder Stolberg zu beobachten sind, ist Jülich bis jetzt allerdings verschont geblieben. Laut der Jülicher Feuerwehr hat es außer „zwei bis drei gefluteten Kellern“ keine Gründe für Einsätze gegeben (Stand heute Nachmittag). Die Feuerwehr steht im engen Austausch mit dem Ordnungsamt der Stadt Jülich. Laut dem Leiter des Ordnungsamtes, Hans Pinell, seien aus Vorsicht einige Wege in Richtung Rur gesperrt worden. Schilder, die nun aufgeklappt worden sind, weisen darauf hin. „Wir haben die Lage weiterhin im Blick“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes.

 

 


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