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Räuber des Internets

Vor ein paar Tagen hatte die Polizei Düren vor Betrugsversuchen mit der sogenannten "Microsoftmasche" gewarnt. Die Betrüger waren dann doch erfolgreich. Auch in Jülich.

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Foto: pixabay
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Am Dienstag hatte ein 55-jähriger Jülicher Probleme mit seinem Computer. Das Betriebssystem arbeitete nicht mehr richtig. Ohne dass er dies beauftragt hätte, meldete sich wenig später telefonisch ein Mann, der angab, ein Mitarbeiter der Firma Microsoft zu sein. Um einen vermeintlichen Hackerangriff abzuwehren, benötigte der Unbekannte mehrere TAN, mit denen der Betrüger schließlich mehrere Überweisungen auf Konten im In- und Ausland tätigte. Den Rechner trennte der Jülicher schließlich vom Netz, da ihm doch Zweifel kamen. Der finanzielle Schaden in vierstelliger Höhe war da jedoch bereits entstanden.

So erging es auch einem 65-jährigen Mann aus Titz. Er erhielt am Mittwoch ebenfalls einen Anruf eines angeblichen Microsoftmitarbeiters. In einem dreistündigen Telefonat schaffte es der Mann, Zugriff auf den Computer des 65-Jährigen zu erhalten. Er diagnostizierte Sicherheitslücken, die nur mit dem Herunterladen kostenpflichtiger Updates behoben werden könnten. Auch hier wurde die Bezahlung über die Herausgabe von Tansaktionsnummern vom Konto des Geschädigten geregelt. Neben dem finanziellen Schaden musste der Mann anschließend feststellen, dass der Unbekannte auch private Daten vom Rechner gezogen und bei ihm selbst gelöscht hatte.

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Die Polizei rät: Schützen Sie sich, indem Sie bei derartigen Anrufen einfach den Hörer auflegen – auch wenn der Anrufer penetrant ist und immer wieder anruft. Seriöse Unternehmen nehmen nicht unaufgefordert Kontakt auf. Geben Sie auf keinen Fall Bank- oder Kreditkartendaten, Zugangsdaten zu anderen Bezahldiensten oder Transaktionsnummern (TAN) heraus. Gewähren Sie niemals einem unbekannten Anrufer Zugriff auf Ihren Rechner. Sollten Sie Opfer derartigen Betruges geworden sein: Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn herunter. Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter. Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm löschen. Nehmen Sie Kontakt zu Ihren Zahlungsdiensten und Ihrer Bank auf und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.


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