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Gute Zahlen zum Weiberfastnachts-Umzug

Die Verwaltung hat in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Integration, Soziales, Schule und Sport (JuFISSS) den Bericht zur Jugenddisco 2026 vorgelegt. Diese hatte der Baustelle wegen nicht auf dem Schlossplatz, sondern im Kulturbahnhof stattgefunden. Gezogen wird eine grundsätzlich positive Bilanz.

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Der Kuba wird abermals zur Partymeile für Jugendliche. Foto: Britta Sylvester
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Die Jugenddisco auf dem Schlossplatz an Karnevalsdonnerstag gibt es schon so lange, dass manch einer sich wohl nicht mehr erinnern kann, dass das einmal anders war. Doch neue Gegebenheiten eröffnen neue Betrachtungsweisen.

Verschiedene neue Umstände mussten in der Planung für die diesjährige „Jugendschutzveranstaltung“ berücksichtigt werden, wie aus der Sitzungsvorlage zu entnehmen war. Beispielsweise habe das THW nicht mehr zur Verfügung gestanden. Übrigens gab es auch weniger Einsatzkräfte der Polizei, aber diese Reduzierung war angekündigt und hatte – so Thomas Mülheims, Dezernent für Soziales, Bildung und Kultur – den Hintergrund, dass schon in den letzten Jahren keine nennenswerten Zwischenfälle passiert seien. Als Beispiel nannte er das Glasflaschenverbot auf dem Schlossplatz. Dieses sei mittlerweile verinnerlicht und müsse nicht mehr in großem Maße kontrolliert werden. Auch bei der diesjährigen Veranstaltung hat es laut Vorlage keine körperlichen Auseinandersetzungen oder offensichtlichen, beziehungsweise behandlungsbedürftigen Alkoholmissbrauch gegeben.

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Ein weiteres großes Thema für die Stadt: die Finanzen. Das Zelt auf dem Schlossplatz kostet demnach etwa 11.000 Euro Miete. Auch der Kreiszuschuss von 4000 Euro fiel in diesem Jahr weg. Und das bei deutlich zurückgehenden Besuchszahlen: 2025 kamen 357 Jugendliche, 2026 nur noch 287. So kam man zu der Idee, in die Halle des Kulturbahnhofs (KuBa) auszuweichen.

Das Fazit: Die Veranstaltung wird günstiger und leichter betreubar. Die Verwaltung berichtet von einer Saalmiete von 900 Euro, der organisatorische Aufwand sei geringer und weniger personalintensiv gewesen. Außerdem falle das fehlende THW durch den neuen Standort nicht ins Gewicht. Neben der Polizei seien Mitarbeitende des Ordnungsamtes sporadisch vor Ort gewesen und hätten in geringerem Umfang als gewohnt die Veranstaltung begleiten können. Als positiv wird auch die dunklere Atmosphäre der Halle entgegen des lichtdurchfluteten Festzelts genannt sowie ein Imbisswagen, der im Schlossplatz die letzten Jahre nicht mehr vorhanden gewesen sei. Eine Parallelveranstaltung in der KuBa-Kneipe machte den Zugang wieder möglich. Außerdem wurde hervorgehoben, dass sich das städtische Jugendheim und die Ressourcen der Anlage wie Küche und Toiletten als „Einsatzzentrale“ sowie Basis des DRK sehr gut geeignet hätten.

Nach Abzug der Einnahmen hat die Jugenddisco die Stadt dieses Jahr 2034,71 Euro gekostet. Ein starker Unterschied zu 2025. Damals betrugen die Kosten noch 17.633,72 Euro. Auch wenn ein paar Stimmen der Besuchenden sich für eine Rückkehr an den Schlossplatz aussprachen, sei das Feedback überwiegend positiv gewesen. Aus Verwaltungssicht, so betonte Mülheims, bestünde der Wunsch, im nächsten Jahr in den Bahnhof zurückzukehren.


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