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„Ich bin zum Gespräch bereit“

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Weitgehend ruhig begegneten sich die Gegner der Coronamaßnahmen und die Gruppe, die sich unter dem Titel „Jülich solidarisch“ zunächst an der Kölnstraße versammelt hatte. Schon per Augenschein war wahrnehmbar, dass die Gruppe der „Spaziergänger“ etwa dreimal so groß war wie die Gruppe derer, die sich Demokratie in großen Buchstaben auf die Fahne geschrieben haben: „Demokratie & Solidarität = Rechte und Pflichten“. Die Gegenüber flaggten mit „Kinder sind süß – Impfschäden sind grausam“.

Bürgermeister Axel Fuchs verdeutlichte, dass keinem der Demonstranten seine demokratischen Grundrechte streitig gemacht werden sollten. Er kritisierte aber, dass in Gruppen im Messengerdienst Telegram bewusst mit Unwahrheiten operiert werde. Das gelte für seinen vermeintlichen Schulterschluss mit „Steinewerfern“ ebenso wie für die Anschuldigung, dass er nicht mit den Gegner der Coronamaßnahmen reden wolle. „Ich bin bereit zum Gespräch mit dieser Gruppe. Ich bin Bürgermeister dieser Stadt und ich rede mit allen. Aber es hat noch gar keine Anfrage dazu gegeben.“ Er habe bekannte Gesichter gesehen und kündigte an, auf diese Menschen zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Darüber hinaus machte Fuchs klar, dass in dieser Telegram Gruppe Aufrufe „offener Faschismus und Rassismus“ veröffentlicht werde. Auch als Impfgegner müsse man sich die Frage stellen, ob man mit diesen Menschen gemeinsam auf die Straße gehen wolle. „Das kann doch nicht unser demokratisches Ziel sein“, unterstrich der Bürgermeister.

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Die Maßnahmen-Gegner kündigten von den Stufen des Rathaus an, jetzt wöchentlich die Märsche zu wiederholen und waren sich sicher: „Wir werden immer mehr.“

Auf eine wachsende Zahl Teilnehmer hofft auch David Merz, Organisator der Gruppe „Jülich solidarisch“. Er rief die Mitstreiter auf, künftig Freunde und Freundinnen, Verwandte und Gleichgesinnte mitzubringen, um nicht nur zu wissen, dass die Gruppe der Menschen, die sich aus Solidarität zur Gesellschaft impfen ließen, größer sei, sondern das auch sichtbar zu machen. Unterstützung fand er durch Bürgermeister Fuchs: „Macht Werbung für uns“, rief er der Gruppe zu. „In Demokratien ist es immer so, dass die Gruppe der Schreihälse immer lauter ist als die große Masse, die für die Maßnahmen sind. Und die Zahlen im Kreis Düren sind höher als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Also lasst Euch nichts vormachen: Wir sind nicht weniger, wir sind viel, viel mehr. Lasst uns weiter solidarisch für unsere Demokratie einstehen.“


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