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NaMoK – was machen die eigentlich?

Was – und wer – genau verbirgt sich hinter der griffigen Abkürzung NaMoK? Hannah Lüsgen, Eva Strehl und Claudia Tonic-Cober von der gleichnamigen Stabsstelle haben im Gespräch mit dem HERZOG ihre Arbeit erläutert.

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Der jährliche Aktionstag wird ebenfalls von der NaMoK-Stabsstelle organisiert. Foto: Volker Goebels
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„Ich bin das Na“, schmunzelt Hannah Lüsgen. Seit knapp anderthalb Jahren ist sie für das große Thema Nachhaltigkeit in der Stadtverwaltung die erste Ansprechpartnerin. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Claudia Tonic-Cober, für das Mo wie Mobilität verantwortlich, und Eva Strehl, die sich um das K wie Klima kümmert, bildet Lüsgen die Stabsstelle NaMoK.

Als Stabsstelle ist das Trio direkt dem Bürgermeister unterstellt. „Wir sind kein Amt“, stellt Claudia Tonic-Cober einen wichtigen Unterschied zu anderen Abteilungen innerhalb der Stadtverwaltung heraus. Ihre Aufgaben bildeten einen Querschnitt. Als Stabsstelle sei das NaMoK-Team zum einen Schnittstelle zu Politik und Verwaltung, zum anderen direkter Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger.

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2019 ist das Mobilitätskonzept für Jülich beschlossen worden. Bereits 2011 hat Eva Strehls Vorgänger Sebastian Ross angefangen, ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten.

Auch die Erarbeitung eines entwicklungspolitischen Handlungskonzepts ist schon 2019 begonnen worden. Aus dieser Arbeit ist der Erkenntnis folgend, dass die Themenbereiche eng verzahnt sind, schließlich die Stabsstelle NaMoK erwachsen.

Einen wichtigen Teil der alltäglichen Arbeit machen sogenannte „weiche Maßnahmen“ aus. Dahinter verbirgt sich etwa die Bildungsarbeit mit Schulen, Initiativen oder Vereinen.

Ein aktuelles Beispiel kommt aus Barmen: Eine Schülerin am Gymnasium Haus Overbach hat die Stabsstelle kontaktiert. Sie möchte den alltäglichen Hol- und Bringverkehr durch die Eltern einschränken und hat um Unterstützung gebeten – nun wird gemeinsam an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet.

Letztjähriger Aktionstag zur europäischen Mobilitätswoche. Foto: Volker Goebels

Manche Ideen entstünden auch beim Tun, berichtet das Team. So hat das Mädchengymnasium beim diesjährigen Stadtradeln gewonnen. „Wir haben den Schülerinnen einen NaMoK-Filmabend geschenkt“, erzählt das Team und erhofft sich, auf diese Weise mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben.

Aktiv das Gespräch gesucht hat auch Hannah Lüsgen im Rahmen des Projekts „Demokratie weltweit gestalten“, in dessen Rahmen sie in den weiterführenden Schulen Demokratie-Workshops angeboten hat. „Junge Menschen mitnehmen“ ist ihr denn auch ein wichtiges Anliegen.

Das gelingt über die Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Jugendfest an der Sekundarschule, Vorträgen am Science College in Overbach oder auch der Anlage und Pflege des Miniwalds gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an der Linnicher Straße.

Austausch und Zusammenarbeit mit Gremien wie dem Jugendparlament, dem Senioren- und Umweltbeirat und auch dem Bürgerbus-Verein seien wichtig, um die ganze Bandbreite der Bedürfnisse zu erfassen und diese schließlich in die Arbeit der Stabsstelle einfließen lassen zu können.

Eva Strehl, Klimaschutzmanagerin der Stadt Jülich. Foto: Volker Goebels

Ideen zu entwickeln, um die eingangs genannten Konzepte in die Tat umsetzen zu können und dabei fortzuschreiben, ist ebenfalls Alltag im NaMoK-Team. Ein „Klassiker“ im Klimaschutz sei die energetische Sanierung bestehender Gebäude, erläutert Eva Strehl. Dazu gibt es immer wieder auch passende Förderprogramme zum Beispiel vom Land Nordrhein-Westfalen.

Doch die besten Fördermittel nützen nichts, wenn ein Jahrzehnte alter Dachstuhl eine moderne Photovoltaik-Anlage schlicht nicht tragen kann. Stünde dann also zuerst eine umfangreiche Renovierung an, kann das angesichts knapper kommunaler Finanzen das Projekt gleich wieder kippen. Auch solche Erkenntnisse gehören zur Wahrheit.

Politik und Verwaltung entsprechend zu beraten, Sitzungsvorlagen auszuarbeiten und die teils komplizierten rechtlichen Zusammenhänge zu erläutern, ist folgerichtig ebenfalls Kernaufgabe der Stabsstelle.

Aktuell bastelt das Team an einer neuen Idee, Stichwort „Gamification“. Dahinter steht der Gedanke, über kleine „Challenges“, bei denen sich vielleicht Punkte sammeln lassen – ähnlich wie in einem Computerspiel, Bürgerinnen und Bürger zu mehr Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu motivieren. Ein Baustein könnte hier der Vorgarten-Wettbewerb sein, der im nächsten Jahr wieder ausgelobt werden soll.

„Es ist ein sehr großer Blumenstrauß an Themen, die wir hier bearbeiten“, fasst es Eva Strehl bildlich zusammen. Themen, die „uns noch lange begleiten werden“, prophezeit Claudia Tonic-Cober.

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinischen Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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