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Krisentelefon gegen die Katastrophen-Gefühle

Die LVR-Klinik Düren schaltet ab Montag, dem 17. August, ein Krisentelefon für vom Waldbrand in Hürtgenwald-Gey Betroffene. Die Nummer soll werktags von 10 bis 12 Uhr besetzt sein.

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Foto: pixabay
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Hilfe gegen seelische Krisen: Angesichts des Großbrands in Hürtgenwald-Gey schaltet die LVR-Klinik Düren ab Montag, dem 17. August, ein Krisentelefon für Betroffene. Werktags von 10 bis 12 Uhr kann sich unter der Telefonnummer 02421/401300 an die psychiatrische Fachklinik gewendet werden, um Hilfestellungen zu erhalten.

„In Krisensituationen entsteht ein seelisches Ungleichgewicht: In der Regel sind unser Handeln, unsere Gefühle, unser Denken im Einklang miteinander. In einer Krise, wie bei einer Naturkatastrophe, kommen diese Ebenen ins Ungleichgewicht. Das ist bei uns Menschen so und das ist auch letztendlich sinnvoll. Wenn eine dieser Ebenen in schwierigen Situationen aus dem Rhythmus gerät, steigen oft beängstigende Bilder, negative Gedanken und/oder körperliche Symptome, wie Schlafstörungen und Unruhe, auf. Das ist normal.“ So heißt es in der Pressemitteilung.

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Um – trotz der schwierigen Umstände – wieder ins Gleichgewicht zu kommen, nennt die Klinik in ihrer Mitteilung verschiedene Ansätze und Anregungen für „Erste Hilfe“ bei seelischen Krisen. Dazu zähle zunächst eine Wahrheit, die erstmal irritiertend klinge: „Wenn ich nichts machen kann, kann ich nichts machen.“ Idealerweise spare man sich seine Kräfte für die Zeit, in der man wieder etwas tun kann. Es sei in Ordnung, sich bis dahin abzulenken. Außerdem sei wichtig, ruhig durchzuatmen. Ein ruhiger Atem beruhige das Nervensystem und helfe, die Gedanken zu sortieren. Ähnliches findet sich auch in der Empfehlung, sich selbst beruhigend zuzureden, an Positives und an das – bei allem Bedrohlichen – auch Gute zu denken. Alkohol und Drogen sollten hingegen besser nicht angerührt werden. Unter dem Konsum könnten Schlaf, Denken und Emotionen beeinträchtigt werden und nicht mehr so gut funktionieren oder weniger steuerbar sein. Zuletzt sei geteiltes Leid halbes Leid: Sich um andere zu kümmern stärke das Gemeinschaftsgefühl und lenke von eigenen Sorgen ab.

Darüber hinausgehende Fragen können ab Montag am Krisentelefon der LVR-Klinik Düren besprochen werden.


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