Der Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben haben im Jahr 2024 die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen im Kreis Düren mit rund fünf Millionen Euro. Rund 50 Millionen Euro gingen an Arbeitsgeber, um neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen sowie Arbeitsplätze und Räumlichkeiten barrierefrei zu gestalten. Weitere elf Millionen Euro erhielten Menschen mit Schwerbehinderung unter anderem für technische Arbeitshilfen, Arbeitsassistenzen sowie für Kraftfahrzeug- und Wohnungshilfen. Zusätzlich stellt das LVR-Inklusionsamt mehr als 27 Millionen Euro für Integrationsfachdienste, Programme wie KAoA und STAR sowie weitere Sonderprogramme bereit. Zum 31. Dezember 2023 lebten im Kreis Düren 30915 Menschen mit Schwerbehinderung. Im Rheinland waren es über 1,03 Millionen Menschen. Dabei steigt die Zahl der Schwerbehinderungen besonders ab dem 45. Lebensjahr deutlich an. Fast 90 Prozent der Betroffenen sind älter als 45 Jahre.
Auch die Arbeitsmarktsituation zeigt die Bedeutung der Förderung: Im Arbeitsagenturbezirk Aachen-Düren waren 9499 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen besetzt. Arbeitsgeber mit mindestens 60 Arbeitsplätzen erreichten dabei eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von 4,3 Prozent. Rheinlandweit lag diese Quote bei 5,4 Prozent. Zur Finanzierung der Unterstützungsangebote erhob das LVR-Inklusionsamt 2024 rund 103 Millionen Euro Ausgleichungsabgaben von den Arbeitgebern, die ihrer gesetzlichen Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht ausreichend nachkommen. Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen müssen grundsätzlich fünf Prozent ihrer Stellen mit schwerbehinderten Menschen besetzen. Im Kreis Düren gab es Ende 2024 vier anerkannte Inklusionsbetriebe mit insgesamt 87 Arbeitsplätzen, davon 47 für Menschen mit Schwerbehinderung. Diese Betriebe schaffen gezielt dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf.
Darüber hinaus unterstützt das LVR-Inklusionsamt Unternehmen durch die Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitsgeber (EAA). Die Fachberaterinnen und Fachberater informierten und begleiten 2024 insgesamt 9556 Betriebe im Rheinland, darunter 977 Unternehmen zum ersten Mal. Zudem erfolgten 918 Betriebsbesuche. Das LVR-Inklusionsamt ist im Rheinland zentral für die berufliche Teilhabe schwerbehinderter Menschen verantwortlich. Gemeinsam mit Fachstellen berät es Unternehmen und betroffene, unterstützt die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen und fördert regionale Arbeitsmarktprogramme. Sämtliche Leistungen werden aus Mitte der Ausgleichsabgabe finanziert. Der Jahresbericht 2024 des LVR-Inklusionamtes bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeit, Projekte und Fördermaßnahmen und ist kostenlos als PDF erhältlich.



















