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„Boule spielen alle“

Viel Bewegung kommt in das Jülicher Nordviertel bereits seit geraumer Zeit. Und nun gesellt sich der Bouleplatz neben der Kirche St. Franz Sales zu dem breiten Angebot, betonte Dezernentin Doris Vogel anlässlich der feierlichen Eröffnung.

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Wenn viele sich zusammentun, wird es was: Der Bouleplatz an der Nordstraße ist trotz Regen und Wind eröffnet. Foto: Arne Schenk
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Unter dem Motto „Bewegung im Alter“ seien im Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung bereits mehrere Angebote für Seniorinnen und Senioren mithilfe von Kooperationen geschaffen worden. Dazu gehören unter anderem die Tischtennis-Hobby-Gruppe, die aus einer Kooperation mit dem TTC Indeland hervorgegangen ist, die Seniorenradtour und auch das Senioren-Yoga-Angebot im Stadtteilzentrum Jülich-Nordviertel unter Leitung der Quartiersentwicklerin des Nordviertels Sevdije Haxha. Daraus habe der „Runde Tisch“ im Stadtteilzentrum im vergangenen Jahr überlegt, ein weiteres Bewegungsangebot einzurichten.

Allerdings sei die Boulebahn nicht auf die älteren Bewohner beschränkt. Auch jüngere könnten die Bahn benutzen, betonte Doris Vogel. Die Hoffnung sei, dass sich daraus eine Begegnungsstätte zwischen Alt und Jung entwickele, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie glaube, dass der Sport dafür besonders gut geeignet sei: „Boule spielen alle.“ Dadurch könnten ältere Menschen nach draußen gelockt werden, Kontakte knüpfen und so einer drohenden Vereinsamung entgehen.

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Die offizielle Eröffnung stehe aber noch aus, berichtete Doris Vogel, und zwar im Frühjahr passend zur Open-Air-Saison in Sachen Sport. Momentan sei der Platz noch zu weich. Da blieben die Kugeln schnell liegen, anstatt weiterzurollen. Wenn es soweit ist, sollen auch Turniere veranstaltet werden. Im übrigen würden im Stadtteilbüro immer Ehrenamtler gesucht, die sich für die verschiedenen Angebot einbringen.

Ohne das beharrliche Engagement von Ortsvorsteher Peter Schmitz würde der Bouleplatz dort nicht sein. Dieser betonte, dass das Nordviertel als größtes Stadtviertel neben viele Einrichtungen wie Grundschule, Gymnasium und Kitas auch über gleich zwei Bahnhöfe und daher eine gute Verkehrsanbindung verfüge. Und nun käme der Bouleplatz hinzu. Er beschwor direkt ein Zukunftsszenario, bei dem die Menschen über den Tag hinweg abwechselnd die Boule-Kugeln werfen. Boule sei auf der ganzen Welt beliebt, mit einfachen Regeln, preiswert und brächte nur Vorteile wie Bewegung und Gesprächsanlässe.

Zur Verfügung gestellt wurde das Gelände von der Pfarrei Heilig Geist als Träger unter Mitwirkung von Propst Josef Wolff und Kirchenvorstandsmitglied Alfred Hermes. Der Platz selbst wurde konzipiert von Architekt Franz-Josef Wick, die Umsetzung übernahm Ernesto Marques. Finanziert wurde das Projekt von diversen lokalen Unternehmen und Geschäftsleuten.

Boule oder als Sport Petanque genannt sei ein sehr geselliges Spiel, das Männer und Frauen jeglichen Alters und miteinander betreiben und darüber in Kommunikation treten können, bestätigte Karl Sobotta, Vorsitzender der SG La Boule d‘Or 1990 e.V. Krauthausen. Er könne es nur empfehlen, zumal er gelesen habe, dass es sehr gesundheitsfördernd für Körper und Geist sei. Er bot an, nach der offiziellen Eröffnung vorbeizukommen, die Regeln zu erklären und diese dann in einem Wettbewerb anzuwenden.


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