Zusammen mit dem Zirkus Regenbogen der Familie Lagrin – passenderweise genauso bunt, wie die Villa selbst – haben die Kinder und ihre Erzieherinnen gemeinsam drei Tage lang intensiv geprobt. Jeden Vormittag haben die zwei- bis sechsjährigen Kita-Kinder Sandkasten, Schippe, Puppen und Bilderbücher beiseite gelegt und sich im Tellerdrehen oder Seiltanz geübt.
Hinter dem Zirkusprojekt steckte jedoch weit mehr als nur Spaß und Unterhaltung. Zirkuspädagogik stärkt auf spielerische Weise das Selbstbewusstsein, fördert Konzentration, Koordination und Kreativität und vermittelt den Kindern, dass jeder mit seinen ganz eigenen Fähigkeiten Teil einer Gemeinschaft sein kann. Dabei gab es keine Gewinner oder Verlierer, da jedes Kind seinen Platz in der Manege fand und seine individuellen Stärken einbringen konnte.
„Es war beeindruckend zu beobachten, wie mutig die Kinder geworden sind“, berichtet eine Erzieherin der Villa Kunterbunt. „Kinder, die am Anfang noch schüchtern waren, standen am Ende mutig vor einem großen Publikum.“
Weil die zweigruppige Kindertageseinrichtung Villa Kunterbunt für einen richtigen Zirkus dann doch zu klein ist, gab es sogar ein echtes Zirkuszelt. Aufgebaut neben der Franz von Sales-Kirche in der Artilleriestraße wartete das große rot-gelbe Zelt auf die Kinder – der Leiter der Einrichtung, Lukas Eisen, betont: „Ohne diese Zusammenarbeit wäre das ganze Projekt gar nicht möglich gewesen. Dafür ein großes Dankeschön.“
Die dreitägige Probenzeit wurde am Ende mit einer eigenen großen Aufführung für Eltern, Großeltern und Freunde gekrönt. Für die Kinder ein ganz besonderes Erlebnis, das sie bestimmt so schnell nicht vergessen werden.



















