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Sophienhöhe für „Jedermann“

Die Gemeinde Niederzier hat im Vorfeld zur Gründung der Anrainerinitiative für den Tagebau Hambach ein „Konzept zur sanften touristischen Inwertsetzung“ der Sophienhöhe erstellt. Beteiligt war unter anderem das Tourismusbüros PROJECT M aus Trier. Im kommenden Planungs-, Umwelt-, Bauausschuss der Stadt Jülich am Donnerstag, 18. Januar, schlägt die Jülicher Verwaltung den politischen Vertretern vor, einer Regionalplanänderung zur Realisierung eines Informations- und Gastronomieangebotes auf dem Gebiet der Gemeinde Niederzier zuzustimmmen. Bedingung des Konzeptes ist, dass Jülich dann auf eine ähnliche Einrichtung an der Sophienhöhe auf seinem Stadtgebiet verzichtet. Die Jülicher Entscheider lassen sich allerdings eine Hintertüre offen: "Ausdrücklich wird hiermit nicht ausgeschlossen, dass eine derartige Entwicklung im Gestaltungsprozess rund um den Tagebau Hambach in Gänze für die Stadt Jülich entfallen wird. Kosten kommen auf die Stadt Jülich laut Vorlage nicht zu.

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Weiterentwickeln im Sinne eines sanften Tourismus will die Gemeinde Niederzier die Sophienhöhe. Foto: Archiv/PuKBSuS
Foto: Archiv/PuKBSuS
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Ziel des Konzeptes soll eine Nutzung der Sophienhöhe durch Jedermann sein. Zusätzlich zu dem bereits erschlossenen Teil der Sophienhöhe mit seiner Infrastrukturen aus Rad- und Wanderwegen kann hier nach Ansicht der Konzeptentwickler durch geringe Eingriffe und Maßnahmen in kurzer Zeit ein großes Potential erschlossen werden. Und dass, ohne charakterliche Veränderung der jetzigen Sophienhöhe und damit der naturnahen Erholung. „Planungen, wie sie aus dem Konzept ,Bergwelt Sophienhöhe‘ bekannt sind, hier nicht angedacht und für die Zukunft auch nicht zu befürchten“, heißt es in der Vorlage.

Durch den geplanten Gastronomie- und Informationsstandort möchte die Gemeinde Niederzier mit Unterstützung der indeland-Gesellschaft einen ersten Brückenschlag zwischen dem indeland und dem künftigen Tagebauumfeld Hambach schaffen. Der Standort auf dem Gemeindegebiet von Niederzier eigne sich hervorragend, um bereits bestehende Infrastrukturen in Form von Rad- und Wanderwegen aus dem indeland und dem gesamten Kreisgebiet an die Sophienhöhe und damit auch an die ebenfalls bereits bestehende Naherholungsinfrastruktur der Sophienhöhe anzuschließen. Damit fände gleichfalls der Aufschluss an die Naherholungsbereiche der Stadt Jülich und der Gemeinde Titz statt, heißt es in der Vorlage.

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Ebenso ist eine Kooperation mit der bereits seit Jahrzehnten existierenden Pappelschule als Infozentrum für den Tagebau Hambach geplant. Nicht zuletzt aus diesem Grunde war auch der Bergbautreibende in den Entstehungsprozess für die Konzeption von Beginn an eingebunden und unterstützt die gesamten Planungen.

Neben einer geplanten (auch finanziellen) Unterstützung durch die indeland Gesellschaft haben bereits im Entstehungsprozess zum Konzept für die Sophienhöhe mehrere Investoren Interesse an besagtem Standort geäußert, sodass zunächst von einer kostenneutralen Umsetzung auszugehen ist. Parallel zur vorgesehenen Regionalplanänderung sind selbstverständlich konkrete Kalkulation erfolgen.
In jedem Fall ist eine Kostenbeteiligung durch die Stadt Jülich oder die Gemeinde Titz nicht vorgesehen.

Stimmen die politischen Vertreter in Jülich und Titz diesem Konzept zu, wird in einem nächsten Schritt der Antrag bei der Bezirksregierung gestellt. Im Laufe des Jahres könnte dann die Regionalplanänderung umgesetzt werden. Möglichst parallel sollen die gemeindlichen Bauleitplanverfahren vorbereitet und umgesetzt werden.

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