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Jülich an der Seidenstraße

Eine „China-German Story“ hieß die Ausstellung des international anerkannten Fotografen Steve Zhao, die bis 1. November im Schlosskeller der Zitadelle gezeigt wird. Ein hervorragender Titel, der für eine neue Partnerschaft steht und keineswegs eine Einbahnstraße ist. Im Gegenteil: Vielbefahren ist die „Seidenstraße“ zwischen Jülich-Taicang, deren Bürgermeister sich bereits gegenseitig einen Besuch abgestattet haben.

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Chinesen gehören schon seit längerer Zeit fest zum Stadtbild in Jülich. Grund hierfür ist nicht nur das Forschungszentrum Jülich und seine Gastwissenschaftler, sondern auch der gute Ruf des Campus auf der Merscher Höhe und die Studienschwerpunkte am dortigen Standort der Fachhochschule Aachen. Keine Überraschung also, dass es in der Herzogstadt auch einen chinesischen Kulturverein gibt. Dieser hat bei seinem Frühlingsfest im Januar mit dem Verband der chinesischen Wissenschaftler und Studenten den Anstoß für die Städtepartnerschaft gegeben – die Heimatstadt einiger chinesischer Studenten in Jülich. Bürgermeister Axel Fuchs und Anne Gatzen vom Amt für Stadtmarketing und Kultur nahmen die Idee auf – und stießen gleich auf offenen Ohren: Die Stadt Taicang bemüht sich nämlich bereits seit Jahren um eine passende Partnerstadt, um gemeinsame Bildungsprojekte, wirtschaftliche, kulturelle und sportliche Kooperationen zu ermöglichen. Über ein halbes Jahr Vorbereitungszeit brauchte es, um zur Unterschriftsreife zu kommen.

Ren Rong haucht der Zitadelle chinesisches Flair ein. Foto: Museum Zitadelle
Ren Rong haucht der Zitadelle chinesisches Flair ein. Foto: Museum Zitadelle

Jülich und Taicang verbindet viel: 1000 Deutsche leben in der chinesischen Stadt in unmittelbarer Nähe von Shanghai und ebenso viele chinesische Bürger in Jülich. Die Kommunen sind stolz auf Nobelpreisträger der Physik als „Sohn ihrer Stadt“. Es sind Städte mit über 2000 Jahre alter Geschichte und heute modernste Wissensregionen mit dem ausdrücklichen Wunsch, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zu fördern. Schon heute sind 260 Firmen in Taicang, der „Stadt der Deutschen“, wie sie aufgrund der größten deutschen Community in China genannt wird. Beste Voraussetzungen also für wirtschaftspolitische Synergie.

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Außerdem laden sich die Städte zum „Dialog der Weltkulturen“. So heißt die derzeitige Ausstellung mit Werken des gebürtigen Chinesen und Wahl-Deutschen Ren Rong im Renaissance-Garten der Zitadelle, die unter anderem Schüler des städtischen Gymnasiums zu eigenen Arbeiten anregte. Wegen der großen Beliebtheit um drei Monate verlängert wird – bis 1. November. Außerdem wird am Tag des offenen Denkmals ein Katalog vorgestellt.

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