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Jülichs „Pasqualini-Netzwerk“ ausgezeichnet

Festlich, interessant, anregend und auch launig und gesellig war die Verleihung des Stadtmarketing-Preises 2026, die stets mit dem Neujahrsempfang von Stadt Jülich und Stadtmarketing e.V. zusammenfällt.

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Das Team des Pasqualini-Zeitsprung-Festivals ist Träger des Stadtmarketing-Preises 2026. Foto: Arne Schenk
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Viel passiert in Jülich – das führte Bürgermeister Axel Fuchs als Hausherr im Ratssaal in seinen Begrüßungsworten den über 100 Gästen des Neujahrsempfangs vor Augen. Er ließ die Höhepunkte des abgelaufenen Jahres 2025 Revue passieren und hatte offenkundig Spaß daran. Wer eine Vorschau auf das Jahr 2026 haben wolle, dem empfahl er schlicht den Podcast mit dem HERZOG.

Die Fußstapfen und die Aufgabe seien groß, bestätigte Philipp Mülheims als Sprecher des neuen Vorstandsteams des Stadtmarketing e.V., der alljährlich mit der Stadt Jülich zum Neujahrsempfang einlädt. Man sei immer noch in der Findungsphase, das brauche Zeit – „aber vor allem machen wir uns vieles klar: Jülich ist eine Stadt im Wandel in einer Transformationsregion“, und da sei es wichtig, sich für die Zukunft klar zu sein, wer der Adressat des Stadtmarketings sein solle. Gleiches gelte für den Stadtmarketing-Preis, der stets im Mittelpunkt des Empfangs steht. Wer solle ausgezeichnet werden? „Wir vereinen so viele Themen in der Stadt von Wirtschaft über Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Genau das muss der Preis nach außen repräsentieren.“ Preiswürdig sei, was über die Grenzen der Stadt hinauswirke. Aus diesem Grund sei die Wahl in diesem Jahr leicht gewesen. Philipp Mülheims teilte mit den Gästen eine Anekdote, der zufolge beim Besuch großes Staunen über Jülich geherrscht habe: „Sie wundern sich über eine Zitadelle, sie wundern sich, wie viel Kultur passiert, und wenn man dann noch sagt, dass vor Ort die weltführenden Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung sind.“ All dies sichtbar gemacht habe im vergangenen Jahr das Pasqualini Zeitsprung Festival. „Darum zeichnen wir in diesem Jahr das Team des Pasqualini Zeitsprung Festivals aus.“ Dafür gab es viel zustimmenden Applaus.

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Viel Applaus gab es auch für den Laudator, denn Herzog Wilhelm V. kam höchstselbst. Wie stets ließ Gudio von Büren die historische Identifikationsfigur Jülichs lebendig werden. Viel Lob hatte er für die Akteure und die Idee, denn „hier wurde begriffen, was uns schon vor mehr als 450 Jahren bewusst war: Macht und Einfluss gründen auf Sichtbarkeit von Pracht und Fülle. Sie sind Sinnbild des florierenden Staates, der sich um Wohlfahrt und gemeinen Nutzen seiner Untertanen kümmert.“ Allen voran hätten sich die „Herren Schumacher und Maris“ nicht geschont, aber auch alle anderen weiteren, vom Kulturbüro bis zum Juliacum Entertainment Service, bezog der Laudator würdigend in seine Rede ein.

Mit dem durch die Agentur La Mechky neugestalteten Preis wurden vier tragende Säulen des neuen Stadtfestes geehrt: die Federführer, Sponsoreneinwerber, Zügel-in-der-Hand-Halter und Männer mit Packan, Richard Schumacher und Achim Maris. Darüber hinaus Guido von Büren, der für die Sparte Geschichte verantwortlich zeichnete, und Armin Großek, der für das Forschungszentrum Jülich den Wissenschaftspart beim Fest koordinierte und betreute. Mit einer Urkunde versehen wurden außerdem als Konzeptentwickler die „Denkstuben der Schreiberlinge des Kultur- und Stadtmagazins HERZOG sowie der Kreativlinge der La Mechky Plus GmbH“, wie der Laudator sie nannte.

In ihren Dankesworten sprachen Richard Schumacher und Achim Maris „stellvertretend für ein außergewöhnliches Organisationsteam“. Das Pasqualini Zeitsprung Festival stehe exemplarisch für das, was Stadtmarketing heute leisten könne. „Es erzählt die Geschichte unserer Stadt auf moderne Weise, macht sie spürbar und erlebbar und schafft Identifikation. Es verbindet Tradition mit Innovation und zeigt, welches besondere Potenzial in Jülich steckt.“ Das Wichtigste aber seien die über die vier Jahre Entstehungsgeschichte gewachsenen Verbindungen: „Es ist ein extrem starkes Netzwerk gewachsen. Zwischen Wissenschaft und Kultur. Zwischen Ehrenamt, Wirtschaft und Verwaltung.“ Das Fest sei ein Alleinstellungsmerkmal für die Zukunftsstadt Jülich und die Auszeichnung ein Ansporn für die Zukunft. Und die steht in den Startlöchern, denn 2027, so hatte der Bürgermeister eingangs schon verraten, soll der gelungenen Premiere eine Neuauflage folgen.

Philipp Mülheims dankte der Festrednerin Prof. Astrid Lambrecht, für ihre gelungene Ansprache und nutzte gleich die Gelegenheit, ihr nachträglich mit einem Präsent des Stadtmarketing-Vereins zum Geburtstag zu gratulieren. Foto: Wolfgang Tropartz

Als ein gutes Beispiel, wie eine Idee mutig und mit Initiative umgesetzt werden könne, nannte Festrednerin Prof. Astrid Lambrecht, Vorsitzende des Forschungszentrums Jülich (das 2023 selbst Preisträger war), das Pasqualini Zeitsprung Festival. Prof. Lambrecht gelang es, ihr Thema „Forschung für eine nachhaltige Zukunft“ nicht nur großartig in verständliche Beispiele zu kleiden, wie etwa die Rechenleistung des Superrechners Jupiter. Sie zog auch immer wieder die Querverbindungen zu Jülich als Wissenschaftsstandort wie auch als lebenswerte Stadt. „Hier können Jülich und das Rheinische Revier eine Vorreiterrolle einnehmen: Wir können zeigen, wie wir aus exzellenter Wissenschaft wirtschaftliche Kraft generieren.“ Wichtig sei hierbei die Geschwindigkeit, was das Beispiel Photovoltaik zeige. Die Innovation sei europäisch geprägt, die Wertschöpfung – sprich die finanzielle Ausbeute – sei anderorts erfolgt. Im Klartext: in China. Das war der wichtigste Appell der Wissenschaftlerin: „Wir müssen dafür sorgen, dass bei uns in Deutschland die guten Ideen entstehen und auch hier zu erfolgreichen, innovativen Produkten gemacht werden.“ Jülich sei ein gutes Beispiel dafür, was im Netzwerk gelingen könne und wie mutig und schnell Projekte umgesetzt werden könnten.

Hier setzte in seinen Abschlussworten Axel Fuchs ein, ehe er das Büffet eröffnete. Er regte an, den Menschen auch in den Verwaltungen mehr Mut zu eigenen Entscheidungen zuzutrauen. Das würde er in Jülich tun. Abschließend wurde der neue Imagefilm gezeigt, der für das Projekt JüWork-JülLife – das vor drei Jahren vom Stadtmarketing e.V. initiiert wurde – und jetzt von der Agentur La Mechky Plus ausgebaut und betreut wird.

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