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Was für die Zukunft machen

"Lehrstelle statt Leerstelle" titelt der HERZOG bereits seit fünf Jahren seine Sonderausgaben. Das aktuelle Heft ist bereits in den Jülicher Haushalten, die Schulen erhalten ihre Ausgaben nach den Osterferien. Zweimal im Jahr werden Ausbildungsstellen beworben und Berufsbilder vorgestellt – aber auch Alternativen aufgezeigt, wenn die Entscheidung noch nicht eindeutig ist. Ein Beispiel ist der Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Jülich.

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Rebekka Schütz und Robin Kapust sind "Budfis" im Stadtarchiv Jülich. Foto: Oliver Garitz
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Wenn man nicht weiß, was man nach der Schule machen soll oder einfach einmal den Horizont erweitern möchte, ist ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine sehr gute Möglichkeit. Er bietet die Chance, praktische Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, in welche berufliche Richtung man nach der Schule gehen möchte.

Viele Schüler brauchen nach ihrem Abschluss zunächst etwas Orientierung. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich: Manche sind sich unsicher, welcher Beruf zu ihnen passt, andere möchten praktische Erfahrungen sammeln oder sich sozial engagieren. Manchmal liegt es jedoch auch an den Schulen, die die Berufswahl der Schüler nicht ausreichend fördern. Ein Bundesfreiwilligendienst kann in dieser Phase eine wertvolle Starthilfe sein. Während des Dienstes arbeitet man beispielsweise in sozialen Einrichtungen, im Umweltschutz, im Sport oder im kulturellen Bereich. Dadurch lernt man nicht nur neue Arbeitsfelder kennen, sondern entwickelt auch wichtige persönliche Fähigkeiten wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Bundesfreiwilligendienst eine sinnvolle Möglichkeit ist, sich nach der Schule zu orientieren, neue Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln.

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Wie ein Bundesfreiwilligendienst aussieht, wird anhand von zwei Bufdis ersichtlich: Rebekka Schütz und Robin Kapust, die gerade ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Jülich im Stadtarchiv absolvieren. Robin absolviert sein Bundesfreiwilligenjahr, weil er zunächst eine Ausbildung im Grafikbereich abgeschlossen hatte. Später stellte er jedoch fest, dass dieser Beruf nicht das Richtige für ihn war. Er wollte etwas Neues ausprobieren, und für ihn bot der Bundesfreiwilligendienst die ideale Möglichkeit, diesen Übergang zu gestalten. „Ich brauchte halt auch Zeit, um mich nach der Ausbildung neu zu orientieren, und ich wollte auch nicht rumsitzen und nichts tun und trotzdem etwas für meine Zukunft machen“, sagt Robin. Da sein Bruder auch schon einen Bundesfreiwilligendienst gemacht hat und es sich für ihn gut angehört hatte, ein Jahr in einem Bereich zu verbringen, in dem man weiterarbeiten könnte, fiel die Entscheidung auf das Stadtarchiv.

Im Fall von Rebecca lief es ähnlich: Nach ihrem Abitur war sie sich noch unsicher, welchen Job sie später in ihrem Leben machen will. „Ich dachte mir, dass ich gerne mal meine verschiedenen Interessensfelder ausprobieren will, ohne dass es etwas Festes ist. Ich hatte auch Geschichte im Abitur und bin einfach sehr interessiert daran. Da war das BFD eine gute Möglichkeit, das auszutesten“, sagt Bufdi Rebecca dazu. Rebecca überlegt sogar, danach noch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen, dieses Mal im Theater. Im Stadtarchiv zu arbeiten wäre auch ein Berufsfeld, das sie machen würde, aber Rebecca will sich erst einmal weiter orientieren.

Zu den Aufgaben im Stadtarchiv gehört es, historische Dokumente und Akten der Stadt zu sammeln, zu ordnen, zu sichern und für die Öffentlichkeit oder Forschung zugänglich zu machen. Außerdem unterstützen Archivmitarbeiter bei Anfragen, recherchieren Informationen und betreuen beispielsweise Ausstellungsmaterial oder alte Fotos.

Wer sich nun selbst für einen Bundesfreiwilligendienst interessiert, hat bei der Stadt Jülich verschiedene Möglichkeiten. Insgesamt vergibt die Stadt momentan 17 freie Einsatzstellen. Die Stadt Jülich bietet eine große Auswahl an Einsatzstellen an. Dazu gehören unter anderem das Stadtarchiv, das Kulturbüro, das Museum, das Stadtmarketing, die Musikschule, die Stadtbücherei sowie verschiedene Grundschulen, die Sekundarschule und das städtische Jugendheim. Weitere Informationen zu den einzelnen Stellen findet man auch auf der Website der Stadt Jülich. Auch ein kleines Taschengeld gibt es: Da es sich nicht um ein reguläres Gehalt handelt, erhalten Bufdis etwa 300 Euro im Monat. Wer kein ganzes Jahr Bundesfreiwilligendienst machen möchte, kann diesen auch für sechs Monate absolvieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Dienst in Teilzeit zu leisten, also mit weniger als einer 39-Stunden-Woche. Außerdem besteht die Möglichkeit, den praktischen Teil des Fachabiturs während eines Bundesfreiwilligendienstes zu absolvieren, wenn man den schulischen Teil bereits abgeschlossen hat.

Bewerben kann man sich ganz einfach per E-Mail oder telefonisch bei Annika Küpper, die die Bufdis betreut und im Personalamt der Stadt Jülich arbeitet. Für die Bewerbung werden ein Anschreiben und ein Lebenslauf benötigt. Derzeit sind insgesamt 19 Bufdis bei der Stadt Jülich aktiv. Wer Interesse hat, kann sich bei Annika Küpper von der Stadt Jülich melden. Sie ist per E-Mail an akuepper@juelich.de erreichbar.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite der Stadt Jülich.


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