Im jüngsten Ausschuss für Stadt- und Dorfentwicklung folgten die Mitglieder der Vorlage der Verwaltung, im Stadtgebiet zusätzliche Fahrradanlehnbügel zu errichten. Geplant sind 125 Bügel an rund 25 Standorten, jeweils fünf pro Standort. Finanziert werden soll das Vorhaben über das Förderprojekt „Mobilstationen der Zukunft im Rheinischen Revier“.
Grundsätzlich stieß der Vorschlag im Ausschuss auf breite Zustimmung. Susanne Schlüter begrüßte für die Fraktion der Grünen den Ausbau, wollte aber eine wichtige Frage geklärt wissen: Aus der Vorlage gehe nicht eindeutig hervor, wie mit mobilen und festen Bügeln umgegangen werde. Gerade bei hochwertigen E-Bikes sei das entscheidend. „Bei den mittlerweile hochwertigen E-Bikes sind feste Verankerungen notwendig, damit der Versicherungsschutz greift“, betonte sie.
Aus der Verwaltung hieß es dazu, dass der Bedarf für feste Abstellmöglichkeiten bereits ermittelt worden sei. Rückmeldungen aus der Innenstadt und aus den Ortschaften hätten gezeigt, dass zusätzliche sichere Fahrradstellplätze benötigt würden. In den kommenden Wochen sollen laut Mobilitätsmanagerin Claudia Tonic-Cober daher geeignete Standorte genauer geprüft werden. Dabei gehe es auch um Fragen des Untergrunds, der Abstände und darum, ob ein Fundament gesetzt werden kann. Außerdem sollen die Bügel so gestaltet sein, dass Fahrräder zusätzlich mit einer Kette gesichert werden können.
Neben festen Anlagen wird auch über mobile Lösungen nachgedacht – allerdings zunächst nur testweise. Für große Veranstaltungen wie den Kunsthandwerkerinnenmarkt oder das Weinfest könnten mobile Fahrradbügel eingesetzt werden. So wolle man prüfen, wie praktikabel diese Lösung im Alltag sei. Die Bügel müssten angeliefert, aufgebaut, wieder abgebaut und gelagert werden. „Den Aufwand müssen wir erst einmal abschätzen“, so Tonic-Cober.
Wichtig war den Ausschussmitgliedern zudem, dass durch die neuen Abstellmöglichkeiten kein Parkraum verloren geht. Karl-Philipp Gawel (CDU) mahnte, darauf zu achten, dass keine bestehenden Parkplätze entwidmet werden. Die Verwaltung stellte klar:, dass in der aktuellen Standortliste weder für feste noch für mobile Bügel ein Parkplatz weichen müsste.
Auch die Ortsteile sollen von dem Projekt profitieren. SPD-Parteichefin Katja Böcking fragte ausdrücklich nach, ob unter den geplanten 25 Standorten auch Plätze in den Dörfern vorgesehen seien – was bestätigt wurde.
Die Kosten für das gesamte Projekt liegen bei rund 75.000 Euro. Dank der Förderung könnten rund 92,5 Prozent übernommen werden, sodass für die Stadt nur ein Eigenanteil von etwa 5600 Euro verbleiben würde. Am Ende fiel die Entscheidung im Ausschuss eindeutig aus: Der Beschluss zum Ausbau der Fahrradbügel wurde angenommen.
















