Welche Denkmäler gibt es eigentlich in Jülich? Und hat man die Denkmäler wirklich schon einmal besucht? Um genau das herauszufinden, sind die Jülicherinnen und Jülicher vor Ort befragt worden – namentlich und im Bild wollten sich die meisten nicht zu erkennen geben.
Auf die Frage „Welche Denkmäler kennen Sie?“ antwortete die erste befragte Person, dass sie bereits im Brandenburger Tor in Berlin gewesen sei. Sie nannte den Praktikantinnen ebenfalls den Pasqualini, der hier in Jülich auf dem Marktplatz steht. Diese Antwort zeigt, wie die Jülicher ihn als Repräsentanten der Stadt Jülich akzeptieren.
Die zweite Person, die unseren Praktikantinnen über den Weg lief, gab auf dieselbe Frage die Antwort, sie habe die Zitadelle, Villa Buth und das alte Rathaus sowie die Zitadelle besucht. Sowohl die Zitadelle als auch der Hexenturm wurden von der dritten befragten Person genannt und sogar mehrfach besucht.
Eine Jülicherin erzählte vom Mahnmal für die im Zweiten Weltkrieg ermordeten Jülicher Juden. Diesem würde sie relativ oft über den Weg laufen. Allerdings handelt es sich dabei um ein Mahnmal und kein Denkmal. Denkmäler ehren Personen oder auch Ereignisse, während Mahnmale an schmerzhafte Ereignisse erinnern und vor deren Wiederholung warnen. Eine Passantin, die nicht aus Jülich kam, zählte uns Denkmäler wie das Brandenburger Tor, die Sagrada Familia und einige Holocaustgedenkstätten auf, die sie sogar schon einmal besucht habe.
Abschließend kann zur Straßenumfrage gesagt werden, dass die Zitadelle hier in Jülich und das Brandenburger Tor in Berlin die Denkmäler waren, die am häufigsten genannt wurden. Sogar der Pasqualini, der kein Denkmal ist, wurde genannt. Das zeigt, dass er als wichtige Identifikationsfigur für die Stadt Jülich gilt.
Solche vermeintlichen Denkmäler werden als künstlerische Denkmäler im Sinne der Stadtidentität angesehen. Zu diesen zählt nicht nur unser Pasqualini, sondern auch zum Beispiel der Mutkrat-Brunnen auf der Kölnstraße.
Allgemein kann man sagen, dass Jülich viel mehr Denkmäler zu bieten hat, als offenbar gemeinhin bekannt ist. Zu den auffälligeren Denkmälern zählen zum Beispiel der Hexenturm sowie der napoleonische Brückenkopf und das Aachener Tor. Der Hexenturm stammt aus dem 14. Jahrhundert und war Teil der ursprünglichen Stadtmauer. Später diente er als Gefängnis und Folterstätte. Der Brückenkopf wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut und ist das einzige erhaltene Beispiel französischer Festungsbautechnik dieser Epoche in Deutschland. Aus diesem Grund gilt er als eines der wichtigsten Baudenkmäler. Das Aachener Tor ist eines der letzten erhaltenen Stadttore in Jülich, auch wenn nur der äußere Bogen noch zu sehen ist. Erbaut wurde es im Jahre 1548 und zählt als das erste Renaissance-Stadttor im Rheinland.
Für die Denkmäler innerhalb von Jülich lässt sich zusammenfassen, dass sie die Geschichte von Jülich gut widerspiegeln: von der Jülicher Römerstadt bis hin zur mittelalterlichen Stadt und schließlich zu unserer heutigen Forscherstadt. Darüber hinaus finden sich natürlich auch in den Jülich zugehörigen umliegenden Dörfern Denkmäler. Dazu gehören zum Beispiel die Burgen in Güsten und in Bourheim sowie das Schloss Kellenberg in Barmen.



















