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Belesene Jubilarin

Belesene Jubilarin Christa Bartel hat die Stadtbücherei Jülich geprägt. Mit Mut, Entschlossenheit und einer klaren Vision davon, was eine moderne Bücherei für eine Stadt bedeuten kann, setzte sie als fachlich ausgebildete Diplom-Bibliothekarin über Jahr­zehnte hinweg Maßstäbe. Am 10. Mai wird Christa Bartel 80 Jahre alt. Die aktuelle Leitung - Birgit Kasberg & Yvonne Schroiff - haben ihr eine Gratulation geschrieben.

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Christa Bartel. Foto: Dorothée Schenk
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Während ihrer Zeit als Leiterin war Christa Bartel stets eine Kämpferin und setzte sich beharrlich für die bestmöglichen Rahmenbedingungen ein. Der Umzug aus den Kellerräumen der Kapuzinerstraße ins Kulturhaus im Jahr 1992 war ein Meilenstein, den sie mit unermüdlicher Energie vorantrieb. Ebenso entschlossen trat sie gegen Ausleihgebühren ein, für Kinder und Ju­gendliche bis heute mit Erfolg. Mit fachlichem Weitblick auf eine moderne Bibliotheksarbeit en­gagierte sie sich perma­nent für ausreichende Zuschüsse, gegen Personalabbau sowie für die Stärkung einer hauptamtlichen und fachlich ausgebildeten Büchereileitung.

Unter ihrer Führung begann die Entwicklung der Stadtbücherei Jülich zu einem „Dritten Ort“. Christa Bartel betonte immer wieder, dass eine Bücherei mehr sei als reine Büchersammlung. Sie verstand „ihre“ Einrichtung vielmehr als Portal zu Wissen aller Art so­wie als Vermittlerin von Informations- und Medienkompetenz. Zudem sollte sie ein Raum der Begegnung sein – offen für alle Generationen und als Forum für Veranstaltungen, Freizeit und Aus­tausch genutzt.

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Eine Fokussierung auf bestimmte Zielgruppen erwies sich schon zu ihren Dienstzeiten als ziel­führend, da die finanziellen Mittel damals wie heute nicht dazu ausreichten, allgemeinen An­sprüchen nachzukommen. Für Christa Bartel stand fest, dass sie dort Prioritäten setzen wollte, wo sie die größte Wirkung sah. Somit richtete sie das Angebot der Stadtbücherei unter ihrer Leitung vor allem auf Kinder und Familien sowie Menschen in Ausbildung und Studium aus.

1983 initiierte Christa Bartel maßgeblich die Gründung des Fördervereins Stadtbücherei Jülich, um der Bücherei eine stärkere Stimme zu geben und ihr den Weg (nicht nur) aus dem Keller zu ebnen. Auch nach ihrer Pensionierung 2008 bleibt sie dem Verein eng verbunden, übernahm Vorstandsämter und unterstützt die Bücherei weiterhin ehrenamtlich – besonders beim SommerLeseClub, der ihr sehr am Herzen liegt.

Sie hat 2008 eine Einrichtung übergeben, die nicht nur funktioniert, sondern lebt. Immer offen für den Austausch und bereit, ihr langjähriges Wissen weiterzugeben, ermutigt sie aber auch, in ihrer Nachfolge eigene Wege zu gehen und freut sich ehrlich, wenn neue Ideen entste­hen, über die sie sich stets berichten lässt.

Christa Bartel hat etwas geschaffen, das weit über ihre (aktive) Zeit hinaus wirkt. Vieles von dem, was heute selbstverständlich scheint, trägt ihre Handschrift. Die Stadtbücherei Jülich wäre ohne ihr Vorbild und ihre Inspiration nicht das, was sie heute ist – ein attraktiver, lebendiger und zukunftsorientierter Ort der Teilhabe und des Miteinanders.

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Als öffentliche Einrichtung der Stadt Jülich ermöglicht die Stadtbücherei der Bürgerschaft einen freien Zugang zu Medien und Informationen. Als kommunales Medien- und Informationszentrum dient sie der Kultur, Bildung, Information und Freizeitgestaltung. Sie fördert Lese-, Informations- und Medienkompetenz als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Leben - ob in Schule, Studium, Beruf oder privat. Ihr Angebot umfasst sowohl einen aktuellen und nachfrageorientierten Medienbestand (analog und digital) als auch eine kompetente Beratung und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.

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