
Inklusion in den offenen Ganztagsschulen ist ein lebendiger Prozess. Dadurch, dass sich Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern stetig wandeln, braucht die pädagogische Arbeit immer wieder frische Impulse. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, widmen sich die 4. gemeinsame Fachveranstaltung von Kreis und Stadt dem Schwerpunkt “Gemeinsam inklusiv im Ganztag”.
Rund 140 Experten diskutierten im Dorint Hotel Düren über die Herausforderungen und die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen im Offenen Ganztag, wobei der Fokus auf einer inklusiven Gestaltung von Beginn an liegt. Trotz des neuen Rechtsanspruchs auf Offene-Ganztag-Plätze betonten die Dezernentinnen des Kreises Düren, Sybille Haußmann und Elke Ricken-Melchert, sowie Dürens Bürgermeister Frank Peter Ullrich, dass noch deutlicher Handlungsbedarf bei Umsetzungen und Finanzierung auf kommunaler Ebene besteht. So sagte Sybille Haußmann: „Das Thema ist uns ein wichtiges Anliegen. Und es ist facettenreich. Es geht beispielsweise auch darum, Eltern die Chance zu geben, inklusive Ferienspiele anzubieten. Und das am besten in Wohnortnähe. Elke Ricken-Melchert betonte: „Inklusion darf kein Zusatz sein, sondern wir müssen von Anfang an inklusiv denken.” Daraufhin äußerte Bürgermeister Frank Peter Ullrich: „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Seit diesem Jahr hat jede Schülerin und jeder Schüler einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. So die Theorie. Doch umsetzen und finanzieren müssen wir es auf kommunaler Ebene. Das ist eine Herausforderung.“ Aus diesem Grund wurde über Personalmangel, Gebäude und deren Ausstattung, die zunehmenden Aufgaben und leeren Kassen sowie die Überlastung diskutiert. In Praxisforen wurde über die Möglichkeiten gesprochen, Inklusion besser in den Alltag der Schulen zu integrieren. Das soll beispielsweise über Chorstunden oder andere Angebote passieren.
Die Teilnehmenden nahmen wichtige Impulse aus dem Fachtag für ihre tägliche Praxis mit und wollen auch weiterhin gemeinsam stetig an der Verbesserung des kooperativen Ganztags arbeiten, so die Mitteilung des Kreises. Die gemeinsame Fachveranstaltung von Kreis und Stadt Düren wurde gefördert durch „Regionale Bildungsnetzwerke NRW“.




















