Nach Jülich führte den promovierten Physiker Herbert Lang die KFA, das heutige Forschungszentrum. Hier verbrachte er sein Berufsleben, und in Jülich fand er eine neue Heimat. Hier konnte er auch seine musikalische Leidenschaft ausüben. Fast fünfzig Jahre spielte Herbert Lang im Collegium musicum Violine, im wahren Sinne die zweite Geige. Damit er mit seinen Mitspielern zum kulturellen Leben der Stadt beitragen konnte, engagierte er sich auch im Trägerverein des Orchesters. Er übernahm viele Jahre die Aufgabe des Notenwarts und des Zweiten Vorsitzenden.
Jülich war nicht alles; große Orchester spielten in Köln auf. Konzertreisen dorthin hatte der Begründer des Collegiums, der Musiklehrer Georg Bischof, initiiert. Das führte Herbert Lang fort und eröffnete vielen Jülicherinnen und Jülichern die Möglichkeit zur Teilhabe am Musikgenuss. Jahrelang übernahm er es, die Busse zu organisieren und auf den Konzertabend einzustimmen.
Aspekte seiner Profession halfen Dr. Lang bei einem Projekt im Rahmen seiner langjährigen Vorstandstätigkeit im Förderverein Festung Zitadelle Jülich e.V., in dem er 18 Jahre lang tätig war. Mit dem „Lichtprojekt Jülich“ setzten Jülicher Vereine die Sehenswürdigkeiten ins rechte Licht. Hexenturm, Zitadelle, Propstei- und Christuskirche sollten in der Dunkelheit durch interessante Lichteffekte zur Attraktivität der Stadt beitragen. Herbert Lang übernahm die Auswahl der Beleuchtungskörper und ihrer Installationsorte sowie die Koordination der Lieferanten, Handwerker und der Stadtwerke.
Mit Herbert Lang ist im April ein für das Jülicher Kulturleben engagierter Mitbürger verstorben, dem mehrere Vereine und viele Bürger zu Dank verpflichtet sind.



















