Laut aktueller TOP500-Liste, die im Rahmen der internationalen Supercomputing-Konferenz ISC 2026 in Hamburg veröffentlicht wurde, benötigt JUPITER weniger Energie pro Rechenschritt als die neue Nummer 1 der Liste, der chinesische Superrechner LineShine.
JUPITER wurde vom Jülich Supercomputing Centre (JSC) gemeinsam mit dem EuroHPC Joint Undertaking (EuroHPC JU) entwickelt und von EuroHPC beschafft. Er ermöglicht wissenschaftliche Simulationen und KI-Anwendungen in einer Größenordnung, die in Europa bislang nicht erreichbar war, und stärkt so Europas digitale und wissenschaftliche Souveränität.
Der vom Jülich Supercomputing Centre (JSC) betriebene Superrechner hatte im November vergangenen Jahres einen historischen Meilenstein erreicht und als erster europäischer Supercomputer offiziell die Exascale-Marke überschritten. Mit einer Rechenleistung von 1 ExaFLOP/s mit 64-Bit-Genauigkeit kann JUPITER eine Trillion – eine „1“ mit 18 Nullen – Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Bei 8-Bit-Berechnungen mit geringerer Genauigkeit, wie sie beim Training großer KI-Modelle eingesetzt werden, liegt die theoretische Leistung sogar bei über 40 ExaFLOP/s.
Mit JUPITER lassen sich erstmals in Europa größte KI-Modelle trainieren und wissenschaftliche Simulationen in der Klima-, Energie-, Medizin- und Materialforschung mit bislang unerreichter Komplexität und Detailtiefe durchführen. Durch die enorme Rechenleistung des Exascale-Systems ist es möglich, Extremwetterereignisse wie Starkregen oder Hitzewellen mit deutlich höherer räumlicher Auflösung vorherzusagen, die Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme voranzutreiben und komplexe biologische Prozesse – etwa in Proteinen, Zellen oder im Gehirn – als Grundlage für neue Therapien besser zu verstehen.
Mehr als 120 nationale und internationale Projekte
Bereits mehr als 120 nationale und internationale Projekte haben Rechenzeit für Anwendungen auf JUPITER beantragt. Hervorzuheben sind der neue Rekord für die Simulation eines Quantencomputers mit 50 Qubits von Jülicher Forschenden, Klimasimulationen des gesamten Erdsystems mit einer Auflösung von rund 1 Kilometer und das neue Foundation Model CytoNet zur Analyse der Mikroarchitektur des Gehirns.



















