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Wasserdiebstahl auf der Spur

Wie die Stadtwerke jetzt mitteilten, sind mehrere illegal genutzte Standrohre entdeckt worden. Mit neuer Messtechnik und verstärkten Kontrollen will der Versorger gegen den Wasserdiebstahl vorgehen.

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Trinkwasser ist kostbar. Foto: Vilkasss | pixabay
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In den vergangenen Tagen haben Mitarbeiter des Lebensversorgers mehrere illegal genutzte Standrohre entdeckt und sichergestellt. Damit haben Unbekannte Wasser aus dem öffentlichen Netz gestohlen. „Natürlich können wir nicht mit Sicherheit sagen, wozu das entnommene Trinkwasser verwendet wurde“, sagt Michael Niedbal, Teamleiter Messstellenbetrieb der Stadtwerke Jülich. „Wir gehen aber davon aus, dass Menschen damit unter anderem private Pools befüllt haben.“

Unabhängig vom Verwendungszweck stellt Michal Niedbal klar: „Wer ohne unsere Erlaubnis Wasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz entnimmt, begeht einen Diebstahl.“ Die Stadtwerke bringen solche Fälle nun unmittelbar zur Anzeige. Denn Bürger dürfen ausschließlich Standrohre nutzen, die offiziell von den Stadtwerken ausgegeben wurden. „Verstöße werden wir konsequent verfolgen“, betont Michael Niedbal.

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Besonders problematisch an den Vorkommnissen der vergangenen Tage: „An den sichergestellten Billig-Standrohren fehlte der vorgeschriebene Systemtrenner“, sagt der Stadtwerke-Mitarbeiter und erklärt: „Dieses Bauteil verhindert, dass verschmutztes Wasser in das Trinkwassernetz zurückfließt und so die Wasserqualität gefährdet. Die Standrohre, die oft viele Jahre in Kellern von Privathaushalten lagern, sind voll besetzt mit Keimen, die das Trinkwasser erheblich schädigen. Der Einsatz von Systemtrennern ist deshalb gesetzlich vorgeschrieben.“ Der Betrieb eines Standrohres ohne eine solche Einrichtung verstößt gegen die Trinkwasserverordnung. Dafür drohen hohe Bußgelder von bis zu 25.000 Euro.

Die Stadtwerke Jülich verstärken nun ihre Maßnahmen gegen Wasserdiebstahl. Unter anderem werden die Vor-Ort-Kontrollen deutlich ausgeweitet. Künftig wird nicht nur tagsüber, sondern auch abends, an Wochenenden und zu unterschiedlichen Uhrzeiten kontrolliert. „Daneben setzen wir künftig auch auf eine neue Messtechnik“, erklärt Michael Niedbal. „Damit können wir Auffälligkeiten im Wassernetz schneller erkennen und den betroffenen Bereich gezielt eingrenzen. So schützen wir die öffentliche Trinkwasserversorgung noch besser.“

Auch Bürger können helfen: Wer verdächtige Wasserentnahmen an Hydranten oder den Einsatz offenbar unberechtigter Standrohre beobachtet, wird gebeten, dies den Stadtwerken melden. „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und gehört zu den wertvollsten Ressourcen“, betont Michael Niedbal. „Wir setzen daher alles daran, die hohe Qualität und Sicherheit der öffentlichen Trinkwasserversorgung zu gewährleisten und Missbrauch konsequent zu unterbinden.“

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