
Der Schlossplatz ist noch nicht ganz fertig, da geht es schon weiter mit der nächsten Planung. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts (InHK) sollen nach Markt-, Kirch- und Schlossplatz nun auch die Baierstraße und Stiftsherrenstraße umgestaltet werden. Die aktuellen Pläne legte Baudezernent Robert Helgers dem Bau-Ausschuss in der letzten Sitzung vor.
In Zukunft sollen die Stiftsherrenstraße hinter der Kirche und auch die Baierstraße optisch an die bisherige Umsetzung angepasst werden. Helgers erläuterte die Lagepläne in der Vorlage: Alles angedachte passe zur bisherigen Innenstadt, sei entsprechend einheitlich und gehöre zum bereits von der Bezirksregierung genehmigten Gestaltungskanon. Einen Eindruck könne man in der Kölnstraße erhalten, die bis auf Räumung und Kleinigkeiten fertig sei. Die Bäume in der Baierstraße sollen, so der Baudezernent, untersucht und wenn sie noch „vital“ sind umgesetzt werden, sollten sie an ihrer Stelle nicht passen. Seines Wissens nach seien einige Bäume allerdings erkrankt, was dem Alter und der Baumart zuzuschreiben sei.
In ihrer Antwort stimmt Christine Klein (Die Grünen) zwar zu, dass mindestens ein Baum tot sei, aber sie fände es falsch, wieder alle vorhandenen Bäume zu fällen. Die Planung müsse sich an dem vorhandenen Baumbestand orientieren. Anschließend bat sie die Verwaltung, die Kosten und Folgekosten zu benennen. Es sei wegen des knappen Haushalts wichtig, eine finanzielle Vorstellung zu haben und man müsse diskutieren, was man priorisiere – etwa sehe die Baierstraße ihrer Meinung nach „nicht so schlimm“ aus. Dagegen entgegnete Helgers, dass das Problem generell sei, dass die Auflage für die InHK-Förderung auch beinhalte, ein gewisses Maß definitiv umzusetzen. Man könne nicht „mittendrin aufhören“. Tiefbauamtsleiter Stefan Sistemich bekräftigte, dass man bereits die Kapuzinerstraße aus den Planungen genommen habe, um Kosten zu reduzieren.
Auf Rückfrage des Ausschussvorsitzenden Heinz Frey (UWG JÜL) begründete Sistemich außerdem, dass die Stiftsherrenstraße zweigeteilt sei, da der untere Teil wegen eines kleinen Parkplatzes viel befahren werde. Das Stück am Kirchenvorplatz solle dagegen passend zu den neuen Kirchenhäusern ein einheitliches Bild schaffen. Zwei oder drei Parkplätze entfielen auch wegen der neuen Kirchengebäude, hieß es auf Nachfrage von Julia Gruben (CDU), die fragte, ob weniger Parkplätze als bisher vorgesehen seien. Diese Entscheidung sei aber dem geschuldet, dass die Kirche eine Art Durchgang von den Verwaltungsgebäuden zum Kirchgebäude haben möchte. Der Dezernent führte an, dass zwar so viele Parkplätze wie möglich erhalten blieben, aber man dort keine Parkplatzstraße planen wolle. Schließlich sei man in der Innenstadt und der Fußgängerzone. Zufahrten seien zu beachten, ebenso wie Bäume.
Die Entwurfsplanungen wurden bei zwei Gegenstimmen beschlossen.















