Das Tierheim in Düren-Niederau versorgt im Auftrag aller kreisangehörigen Kommunen Fundtiere sowie Tiere aus behördlichen Beschlagnahmungen. Bei einer Führung durch die Einrichtung schilderten die Vereinsvorstände beim Antrittsbesuch von Landrat Ralf Nolten die wachsenden Herausforderungen im Heim.
Über 350 Tiere würden durchschnittlich jeden Tag im Heim versorgt. Jüngste Aufnahmen am Tag des Landratsbesuchs seien ein Uhu und eine Königspython gewesen. Allein über 100 Katzen in der täglichen Versorgung spiegelten die sehr hohe Auslastung des Heimes wider. „Dazu kommt,“ so Robert Breuer, „dass eine Vielzahl an Hunden heute schon mit großen Verhaltensauffälligkeiten ins Tierheim kommen. Diese müssen erst einmal für die Vermittlung fit gemacht werden.“
Seit dem Ende der Corona-Pandemie habe sich die Lage deutlich verschärft. Viele Tiere seien während der Pandemie spontan über das Internet angeschafft worden. Aber auch heute noch sei der zu kurz überlegte und emotional begründete Kauf eines Haustieres über das Internet vielfach der Startpunkt einer „Karriere“ für Tiere, die später im Tierheim ende. Denn mit der Zeit seien zahlreiche Halter mit den tierischen Anforderungen überfordert oder hätten die steigenden Kosten beispielsweise für Futter und Tierarzt nicht einkalkuliert.
Daher seien rund 80 Prozent der Hunde und Katzen im Tierheim zurzeit Fundtiere oder stammten aus behördlichen Einweisungen. Für Abgabetiere sei nur selten Platz, konnte Landrat Nolten erfahren. Auch die Kosten für die medizinische Versorgung, Futter, Verhaltenstraining oder Personal im Tierheim seien stark gestiegen. Zusätzlich gehe auch der Fachkräftemangel am Heim, das zurzeit fünf Auszubildende hat, nicht spurlos vorbei.
Dr. Ralf Nolten, der das Tierheim aus früheren Besuchen bereits kennt, war dankbar für die vertieften Einblicke einerseits, aber auch für das enorme Engagement von Haupt- und Ehrenamt im Tierheim. Der Tierschutzverein bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren sowohl mit dem Kreis als auch mit den Kommunen.





















