Start Stadtteile Jülich Ein Segen mitten im Leben

Ein Segen mitten im Leben

Ein Marktbesuch, ein paar Einkäufe, vielleicht noch schnell einen Kaffee – und zwischendrin ein Segen. Einfach so. Ohne Kirchenbank, ohne Gottesdienst, ohne große Vorbereitung. Mit „Segen für dich“ möchte die Jülicher Citypastoral den Menschen künftig dort begegnen, wo ihr Alltag stattfindet.

0
0
TEILEN
Gesegneten Alltag können alle erleben, die am Donnerstag zur Marktzeit auf dem Markt sind. Foto: privat
- Anzeige -

„Wir wollen Menschen im Alltag begegnen“, beschreibt Gemeindereferentin Esther Fothen die Idee. Gemeinsam mit den Pastoralreferenten Michael Loogen und Susanne Gerhards hat sie ein mobiles Angebot entwickelt, das bewusst außerhalb der Kirchenmauern stattfinden soll. Mal auf dem Markt, mal an einem anderen Ort – passend zur Jahreszeit und zum Anlass.

Die Idee dazu kam nicht von ungefähr. Schon beim „Aschenkreuz to go“ zeigte sich, dass ein solches Angebot Menschen erreicht. „Wir haben da gemerkt: Da kommen ja wirklich Leute“, erinnert sich Michael Loogen. Und manche, ergänzt Susanne Gerhards, seien einfach stehen geblieben, obwohl sie ursprünglich gar nicht deswegen gekommen waren. Nicht jeder wollte ein Aschenkreuz – einige wollten schlicht reden.

- Anzeige -

Genau diese Offenheit soll „Segen für dich“ ausmachen. Niemand muss wissen, wie ein Segen „funktioniert“, niemand muss ein Gebet kennen. „Es muss kein großes Ritual sein“, sagt Esther Fothen. Manchmal könne schon eine kleine Geste reichen. Und wer am Stand nur neugierig fragt „Wer seid ihr denn? Was macht ihr denn?“, ist genauso willkommen.

Zum ersten Mal soll das neue Angebot am kommenden Donnerstag, 8. Oktober, von 10 bis 13 Uhr auf dem Jülicher Markt sichtbar werden – passender könnte der Ort kaum sein. Dort wartet ein eigens gestalteter Bogen mit der Aufschrift „Segen für dich“. Wer möchte, stellt sich darunter, wird nach seinem Namen gefragt und bekommt einen persönlichen Segen zugesprochen. Und weil Erntedank ist, gibt es dazu einen Apfel vom Markt. „Nicht nur mit Worten“, sagt Fothen, sondern auch „was zum Gucken und was mitnehmen“.

Dabei soll es nicht bleiben. Ideen gibt es reichlich: ein Segen rund um Allerheiligen, ein „Osterfeuer to go“, ein Reise- oder Feriensegen und vielleicht sogar ein Fahrradsegen. Denn, sagt Esther Fothen, „Potenzial für Segen zwischendurch gibt’s ja ziemlich viel.“

Vielleicht liegt genau darin der Charme der neuen Aktion: Der Segen wartet nicht darauf, dass die Menschen zu ihm kommen. Er kommt zu ihnen – mitten hinein ins Leben.


§ 1 Der Kommentar entspricht im Printprodukt dem Leserbrief. Erwartet wird, dass die Schreiber von Kommentaren diese mit ihren Klarnamen unterzeichnen.
§ 2 Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
§ 3 Eine Veröffentlichung wird verweigert, wenn der Schreiber nicht zu identifizieren ist und sich aus der Veröffentlichung des Kommentares aus den §§< 824 BGB (Kreditgefährdung) und 186 StGB (üble Nachrede) ergibt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here