Start Stadtteile Jülich Sportlich, technisch interessiert und verantwortungsbewusst

Sportlich, technisch interessiert und verantwortungsbewusst

Kaum ist die Freibad-Saison vorbei, können angehende Auszubildende schon wieder über den Beckenrand hinausschauen. Einblicke in das Berufsbild als Fachkraft im Bäderbetrieb.

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Das Wasser und die Becken im Blick. Foto: Stadtwerke Jülich
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Am Beckenrand stehend, die Sonnenbrille im Gesicht, gebräunt und durchtrainiert – soweit das Klischee zum „Bademeister“. Dass die Realität etwas anders aussieht und der Beruf vor allem nicht Bademeister heißt, weiß Christopher Kamarys. Er hat nach einem Sommer als Aushilfe im Jülicher Freibad am 1. September die Ausbildung zum „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ begonnen.

Klar gehört auch die Aufsicht vom Rand zum Job, aber das Berufsbild ist weit vielfältiger, erklärt Kamarys. „Mehrfach täglich müssen Proben genommen werden“, so der frischgebackene Auszubildende. Damit werde die Wasserqualität bestimmt. Auch pH-Wert und Temperatur müssen regelmäßig im Auge behalten werden. Hinter verschlossenen Türen, zum Beispiel im Keller eines Bades, gilt es, die Technik etwa der Wasserpumpen zu überprüfen.

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Verantwortungsbewusstsein sei aus seiner Sicht eine der wichtigsten Qualitäten, die Bäder-Angestellte mitbringen müssten, ist Dirk Sandmann, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke, überzeugt. Schließlich müsse man täglich mit Chlorgas arbeiten, und das sei ausgesprochen gefährlich.

Man brauche aber auch Durchsetzungsvermögen, Menschenkenntnis, müsse teamfähig sein und in stressigen Situationen die Ruhe bewahren können, macht Christopher Kamarys eine längere Liste mit nützlichen sogenannten „Soft Skills“ auf. „Und eine gewisse Autorität sollte man auch ausstrahlen“, grinst der angehende Fachangestellte.

Einen bestimmten Schulabschluss erwarten die Stadtwerke von Ausbildungsinteressierten nicht, so Olaf Krah, als Leiter der Zentralen Dienste auch fürs Personal verantwortlich. Vielmehr komme es auf den Kandidaten an – Stichwort „Soft Skills“. „Chemie sollte kein Fremdwort sein“, schmunzelt er dann allerdings.

Ein grundsätzliches technisches Verständnis sei zudem hilfreich und körperliche Fitness zwingend. Denn: Das Rettungsschwimmabzeichen in Silber muss vorgelegt werden. Allerdings nicht unbedingt schon vor der Ausbildung, sondern vielmehr als Teil dessen. Gleiches gilt für eine aktuelle Erste-Hilfe-Ausbildung.

Es sei allerdings sinnvoll, beides schon in den ersten Wochen als Azubi anzugehen. „Dann hat man gleich mehr Möglichkeiten und kann auch den Dienst am Beckenrand übernehmen“, bestätigt auch Christopher Kamarys, der die Chance noch als Aushilfskraft in den Sommerferien genutzt hat.

Die Zukunftsperspektive ist glänzend, gibt es doch deutschlandweit einen Mangel an Fachangestellten für Bäderbetriebe. „Wer dann noch eine Fremdsprache beherrscht, wird auch international fündig“, weiß Olaf Krah, dass auch Hotels in aller Welt Fachkräfte suchen. „Aber wir hoffen natürlich, dass unsere Auszubildenden uns erhalten bleiben“, ergänzt der Personalverantwortliche.

Auch die Weiterbildung zum Meister ist möglich genau wie der Karriereschritt zum Leiter eines Bäderbetriebs. Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe dauert dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich. Wer in Jülich seine Ausbildung macht, muss wöchentlich zur Berufsschule nach Köln fahren.

Im ersten Lehrjahr steigen die Azubis mit einem Gehalt von 1366 Euro monatlich ein. An der Stelle streut Olaf Krah noch einen kleinen, nicht unwichtigen Hinweis ein: „Man muss zwar oft am Wochenende arbeiten, das bedingt aber auch Zuschläge zum Gehalt.“

Wer erst einmal testen möchte, ob der Beruf der passende ist, kann bei den Stadtwerken gerne auch ein Praktikum machen, betont der Personalchef. „Die Arbeit sollte Spaß machen. Das kann man im Praktikum gerne schon mal ausprobieren.“

Wer Fragen zur Ausbildung hat, kann sich per Email an personal@stadtwerke-juelich.de bei der Personalabteilung erkundigen. Neben Fachangestellten für Bäderbetriebe bilden die Stadtwerke auch Industriekaufleute, Elektroniker für Betriebstechnik und Gas- und Wasserinstallateure aus.


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