Start Hintergrund 30 Jahre KuBa – ein Lebenslauf

30 Jahre KuBa – ein Lebenslauf

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Logo KuBa, gestaltet von Robert Klotz.
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30. März 1991
Die Stadt kauft das alte Bahnhofsgebäude – für den symbolischen Preis von einer D-Mark. Im Haushalt stehen 700.000 D-Mark für den Umbau bereit. Eigentümer des Gebäudes ist bis heute die Stadt Jülich.

26. April 1991
Der KiB wird als gemeinnütziger Verein ins Vereinsregister eingetragen.

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1995
Die personelle Ausstattung ist beschlossen. Für Mitte Juni wird die Eröffnung des „KuBas“ angekündigt. Dann der Rückschlag: Anwohner fürchten Lärmbelästigungen. Es kommt zum Baustopp. Gerichte werden eingeschaltet und Genehmigungen überprüft. Der Rohbau kann zwar fertiggestellt werden, Rockkonzerte und Diskobetrieb bleiben jedoch untersagt.Im Herbst denkt der KiB über eine mobile Lösung nach: KuBa-Mobil.

23. Oktober 1996
Der KiB unterzeichnet den Trägerschaftsvertrag und übernimmt den Kulturbahnhof samt Kneipe Offbeat.

Die Kneipe Offbeat in den Anfangsjahren. Foto: KuBa / Archiv

22. November 1996
„What Else“ weiht die Bahnhofshalle musikalisch ein – eine Big Band ist kein Rock. Die Theatergruppe Comic On zeigt vor 240 Schülerinnen und Schülern das Musical „Rave den Dealer!“

1997
Am 10. Februar findet die erste CCKG-Sitzung im KuBa statt, einen Monat später kommt Ina Deter.

2500 Jülicherinnen und Jülicher reichten sich für den Erhalt des KuBas die Hände. Foto: Stadtarchiv Jülich
21.–23. März 1997
Offizielle Eröffnung des Kulturbahnhofs: Rudolf Vaasen stellt aus, Blue Beat spielt im Offbeat, das Wall Street Theatre steuert Kleinkunst bei, Frühschoppen mit der Günter Joos Swing Group und das Jongleurduo Krabautz bietet der Sonntag. Wenig später ist schon wieder Schluss: Dem Café Offbeat droht wegen der Auseinandersetzungen um Genehmigungen und Lärm erneut die Schließung. 4500 Unterschriften für den Erhalt des Kulturbahnhofs werden gesammelt, und am 3. Juli bilden ca. 2500 Menschen eine Kette vom Marktplatz bis zum Kulturbahnhof.

Die erste KuBa-Zeitung. Foto: KuBa / Archiv

Oktober 1997
Der KiB gibt mit „Havanna“ ein eigenes Kulturmagazin heraus.
18. April 1998
Die Außenanlagen werden eröffnet. Der KuBa wird Bühne für die Kreisjugendkulturtage 1998.

4. August 1999
Christoph Klemens, bis dahin künstlerischer Leiter, wird erster hauptamtlicher Geschäftsführer des Kulturbahnhofs.

2000
Eine „Pipe“ für Skater wird eröffnet.

Der erste Geschäftsführer: Christoph Klemens. Foto: Dorothée Schenk / Archiv

Januar 2001
Die KuBa-Kneipe wird gründlich renoviert – weitgehend ehrenamtlich, und endlich kann gerockt werden: Cucumber Men und Manticor spielen am 28. Januar. Der KuBa bekommt ein neues Logo, entworfen von Robert Klotz. Im Hochsommer heißt es „Rock gegen Rechts“ Open Air.
Socks bei Rock gegen Rechts. Foto: Arne Schenk / Archiv

2002
Mit „Arttacke“ startet Theaterpädagogin Sonja Wirtz ein Jugendprojekt. Pläne für ein eigenes Kino werden konkreter.

2. Juni 2003
Das KuBa-Kino eröffnet mit „Johnny English“ als erstem Film.

8. März 2004
Der Kulturbahnhof schafft es in die ARD-Sportschau: Alemannia-Aachen-Spieler Stefan Blanck erhält im KuBa die Auszeichnung für das „Tor des Monats“.

27. April 2006
„Land unter“ im Kulturbahnhof: Wegen starken Regens muss eine Kinovorstellung abgebrochen werden. Am folgenden Tag werden mehr als 500 Liter Wasser aus dem Requisitenlager gepumpt. Die alte Bausubstanz bleibt eine Dauerbaustelle.

6. Juli 2006
Die Kinder- und Jugendkinoreihe startet.

2006 – 10 Jahre KuBa
Gefeiert wird mit Jupiter Jones, Donots und Skin of Tears

Die Donuts kamen zum Zehnjährigen. Foto: Arne Schenk / Archiv

2007
„Rockcity Jülich“ etabliert sich weiter als Bühne für Nachwuchsbands.

2008
Im Kulturbahnhof wird der Einzug des städtischen Jugendheims vorbereitet. Ein neuer Zugangsbereich mit Treppenanlage und Aufzug entsteht – der KuBa wird barrierefrei. Einzug ist im September 2009.

1. Dezember 2008
Generationswechsel in der Geschäftsführung: Cornel Cremer übernimmt von Christoph Klemens.

2010er Jahre
Das Programm wird immer breiter. Lokale Bands stehen neben überregional bekannten Künstlern. Kino und Kinderkino, Kabarett und Kleinkunst, Karneval, Studentenpartys, Schulveranstaltungen und Wissenschaft finden unter einem Dach statt. Partys gehören dazu – und Brauchtum: Die Karnevalisten ziehen ein.

2016 – 20 Jahre KuBa
Rund 300 Veranstaltungen finden im Jubiläumsjahr statt. Allein das Konzertprogramm zählt rund 4000 Besucher. Cat Ballou spielt an zwei Tagen hintereinander, Tommy Engel steht auf der KuBa-Bühne. Rockcity Jülich bietet weiterhin Nachwuchsbands aus der Region eine Bühne.

2016
Kleinkunst ist inzwischen eine feste Säule: 22 Kabarett- und Kleinkunstveranstaltungen finden statt. Hastenraths Will füllt regelmäßig das Haus, mit dem städtischen Kulturbüro entsteht „Watt zum Lachen“.

2016
Das KuBa-Kino zählt 10.709 Besucher und erhält bereits zum elften Mal in Folge eine Förderprämie der Film- und Medienstiftung NRW. Besonders das Kinderkino wird gewürdigt.

2016
Der Bahnhof geht verstärkt nach draußen: Erstmals wird Fußball auch als Open-Air-Public-Viewing gezeigt. Zu drei WM-Public-Viewings kommen ca. 1500 Menschen. Mit dem „Genussbahnhof“ startet ein dreitägiges Food-, Drinks- und Musikfestival.

2018
Das Gebäude bekommt eine weitere Frischzellenkur: Treppe und Eingangsbereich sowie Fenster im Hallenbereich werden saniert. Rund zwei Monate muss der Veranstaltungsbetrieb dafür ruhen. Trotzdem finden 39 Konzerte mit rund 4800 Besuchern statt.

2019
Das Konzertprogramm wächst weiter: 46 Konzerte mit rund 5000 Gästen sowie 25 Kabarett-, Theater- und Kleinkunstveranstaltungen. Rund 11.300 Menschen besuchen das KuBa-Kino. Rekordzahlen beim Open-Air-Kino im Brückenkopf-Park: 1534 Gäste kommen an vier Abenden. Mit dem ersten „Schüttelfest“ kommt ein weiteres Open-Air-Format hinzu. Rund 800 Besucher feiern auf dem KuBa-Gelände.

Anfang 2020
Der Kulturbahnhof scheint auf einem Höhepunkt angekommen: rund 300 Veranstaltungen jährlich, steigende Konzertzahlen, mehr als 11.000 Kinobesucher und ein gut gefüllter Veranstaltungskalender.

Dann kommt Corona.

10. März 2020
Vorerst letzte reguläre Veranstaltung im Kulturbahnhof. Mehr als 100 bereits geplante Veranstaltungen müssen abgesagt werden. Aber: Der KuBa geht auf Sendung.
Nach rund 100 Tagen Schließung entstehen Streaming-Konzerte aus dem Kulturbahnhof. Bands und Künstler stehen wieder auf der Bühne – das Publikum sitzt zu Hause vor den Bildschirmen. Im Sommer wird auch analog improvisiert. Der Biergarten entwickelt sich zum Kulturort für Konzerte, Comedy, Lesungen und After-Work-Abende. Gemeinsam mit dem HERZOG Kulturstadtmagazin entsteht der PolitTalk, ein kurzweiliges Infoformat vor der Kommunalwahl.

Zu Coronazeiten brachte die Weihnachtsshow von Tom Beys Stimmung in die Wohnzimmer. Foto: HZGM Archiv
Auch Weihnachten wird gestreamt: Gemeinsam mit Tom Beys entsteht eine Weihnachtsshow aus dem KuBa. Unterhaltung, Musik und lokale Gäste bringen ein Stück KuBa in die Wohnzimmer.

Karneval 2021 – jeck auf Abstand
Auch der Karneval muss ohne Publikum im Saal auskommen. Mit einer gestreamten Karnevalsshow wird trotzdem gefeiert.

2021
Streaming bleibt zunächst ein wichtiger Teil des KuBa-Programms. Mit der gestreamten „KuBa-Karnevals-Show“ wird trotzdem gefeiert. Statt voller Halle kommt der Jülicher Karneval aus dem Kulturbahnhof auf die heimischen Bildschirme. Danach kehrt das Publikum Schritt für Schritt zurück. Der Biergarten hat an Bedeutung gewonnen und wird weiter aufgewertet. Mit Außenbühne und neuen Angeboten entwickelt er sich zunehmend zu einem eigenen Veranstaltungsbereich: Konzerte, Comedy, After-Work-Abende und andere Formate finden draußen statt.

2024
Die Kneipe bekommt erneut ein neues Gesicht. Zehn Ehrenamtliche renovieren drei Wochen lang. Die Stadt sichert die Zusammenarbeit mit dem KiB erneut für fünf Jahre ab. Personal- und Betriebskosten werden weiterhin bezuschusst.

2025 – Neue Fenster für den alten Bahnhof
Insgesamt 19 Fenster werden ausgetauscht. Damit wird ein Thema angegangen, das den KuBa schon seit vielen Jahren begleitet.

2026 – 30 Jahre KuBa
Drei Jahrzehnte nach Übernahme der Trägerschaft ist aus einem heftig umkämpften Jugendkulturprojekt eine Jülicher Institution geworden.


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