Jülich an der Rur: Ständig wechselnde Geschäfte, Baustellen und Veränderungen beschäftigen die Jülicher bereits seit Jahrzehnten. Aber was kann noch werden, und wie könnte die Stadt in 30 Jahren aussehen? Diese Frage ist für kaum jemanden so spannend wie für die junge Generation.
Das Jugendparlament in Jülich steht für die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit der politischen Teilhabe zu geben. Der Leiterin Sevdije Haxha ist es besonders wichtig, dass die jungen Engagierten eigenständig auftreten können.
Aus diesem Grund äußerten sich drei Schülerinnen und Schüler zur Zukunft Jülichs. Der 15-jährige Zaid Abuabed und die 14-jährigen Nika Bauer und Juna Rosenthal teilen zur Zukunft Jülichs besonders eine Meinung: Jülich kann mehr aus sich herausholen.
„Jülich kann so viel mehr als Pizzerien und Dönerbuden“, bedauert Nika Bauer zur Zukunft von Jülich in 30 Jahren. Sie interessiert sich bereits in jungen Jahren für Politik und ist der Meinung, dass es mehr Jugendliche braucht, die für ihre Zukunft einstehen sollten.
„Jülich braucht mehr aktive Jugendliche. Sie ist die Zukunft, keine Vorsitzende von irgendwelchen Parteien“, erklärt die 14-Jährige. Nika ist darüber verärgert, dass die Wünsche von Jugendlichen oft kaum respektiert oder ernst genommen werden. Deshalb setzt sie ihre Hoffnung für die Zukunft ins JuPaJü.
Auch Zaid Abuabed wünscht Veränderungen in Jülich. Allzu modern stellt er es sich aber nicht vor, was unter anderem an finanziellen Mitteln scheitert. Der Schüler hofft auf Renovationen, den Erhalt von Sportangeboten und besonders mehr Geld für die Stadt, um all das umzusetzen.
Bürokratie und Kommunikation bereiten dem 15-Jährigen Sorgen. „Die Kommunikation kann scheitern, und viele Dinge könnten noch länger dauern als ohnehin schon,“ erklärt Zaid. Dabei verweist er darauf, dass es Jahre dauerte, bis es eine Projektwoche an seinem Gymnasium gab.
Die positiven Entwicklungen der Kleinstadt sieht Juna Rosenthal. „In 30 Jahren könnte es gut werden“, beginnt die Schülerin. Sie verweist auf die Wertschätzung von zukunftsorientiertem Leben in Jülich, da die Stadt mehr Umwelt- und Menschenfreundlichkeit in den Fokus rücke.
Die Jugendliche beschreibt außerdem die vielen Angebote für Alt und Jung. Auf der einen Seite gibt es das Jugendparlament für Jugendliche, auf der anderen beispielsweise den Seniorenbeirat für Menschen im fortgeschrittenen Alter.
Dennoch sieht auch sie die Hürde der Bürokratie in 30 Jahren. „Mit Veränderung ist Bürokratie verbunden. Bürokratie dauert lange und mag niemand. Deshalb stehen sich die Menschen manchmal selbst im Weg“, meint die 14-Jährige.
Juna ist erst durch eine Durchsage des Sekretariats auf das JuPaJü aufmerksam geworden, Zaid trat dem Parlament erst nach den Hinweisen von Lehrern bei, und auch Nika findet, dass es mehr Jugendliche braucht, die für ein Jülich in 30 Jahren aktiv werden sollten. „Viele Jugendliche wissen gar nicht, wie sie sich einbringen können“, bedauert Juna Rosenthal. Sie hofft auf mehr Popularität für das Jugendparlament.
Timo Dolfen
Wer Kontakt aufnehmen und mitmachen will, kann sich auf der Internetseite www.juelich.de/jupajue oder in den Sozialen Medien informieren.





















