Mittwochsclub: Bauernkrieg vor 500 Jahren
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Der Vortrag im Rahmen des März-Mittwochsclubs von Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und Museum Zitadelle Jülich widmet sich dem Thema „Die herrschende Ordnung bedroht. Vor 500 Jahren tobte in Deutschland der Bauernkrieg“. Referent ist Dr. Mahmoud Kandil. Der Vortrag, findet am Mittwoch, 25. März, um 19.30 Uhr in der Schlosskapelle in der Zitadelle Jülich statt. Er wird begleitet von Christoph Ludwicki, der die Ausstattung eines Landsknechts der Bauernkriegszeit vorstellt.
500 Jahre liegt er jetzt zurück, doch der Deutsche Bauernkrieg von 1524/25 ist heute mehr denn je von einer frappierenden Aktualität. Er fand zwar zunächst nur in Gestalt zahlreicher lokaler Aufstände von Bauern in der Schweiz, in Österreich sowie im südlichen Deutschland und später in großen Teilen Thüringens, Sachsens und Frankens statt, doch hat sich in der Historiographie die Bezeichnung „Deutscher Bauernkrieg“ eingebürgert und seit dem 19. und 20. Jahrhundert endgültig durchgesetzt. Seit 1975 wird dieser Krieg zudem „die Revolution des gemeinen Mannes“ genannt.
In unserer Gegenwart, die gerne Vergleiche zu Ereignissen aus der Vergangenheit zieht, sprangen bei den Bauernprotesten 2024 manchen Beobachtern Ähnlichkeiten zu den bäuerlichen Erhebungen vor 500 Jahren ins Auge. Das mag sicher eine übertriebene Sicht der Dinge sein, doch auch darauf blickt der Referent. Er schildert aber zuvor die in verschiedenen Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz stattfindenden, oft genug unverbundenen, verwirrenden Kampfhandlungen zwischen den bäuerlichen Insurgenten und den Heeren der Fürsten. Letztere reagierten auf die tödliche Bedrohung ihrer vermeintlich gottgegebenen Herrschaft brachial und hielten nach ihrem Sieg ein zum Teil furchtbares Strafgericht. Der „gemeine Mann“ jedoch verblieb in seiner untergeordneten Stellung und war bis in das 19. Jahrhundert hinein weiter ohne jeglichen Anteil am politischen Leben in Deutschland.
Der Einwahllink zur parallelen virtuellen Übertragung wird rechtzeitig auf der Internetseite www.juelicher-geschichtsverein.de unter der Rubrik „Aktuelles“ hinterlegt. Eintritt und Zugang sind frei.
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