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Museum Zitadelle öffnet seine Türen

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Wenn es die aktuelle Corona-Lage erlaubt, öffnet das Museum Zitadelle am 16. Mai, dem Internationalen Museumstag, wieder für Besucher. Führungen und die üblichen sonstigen Aktivitäten können leider nicht stattfinden. Dafür werden die ursprünglich für das letzte Jahr geplanten Ausstellungen „Die Jagd – Ein Schatz an Motiven“ sowie „Schirmer freigelegt“ eröffnet.

Die Jagdausstellung entstand in Kooperation mit dem Städtischen Museum Schloss Rheydt und wird im völlig neu gestalteten Pulvermagazin und im Schlosskeller präsentiert. Im Kontext der Hofkultur spielte die Jagd eine herausragende Rolle in der Konstruktion fürstlicher Leitbilder sowie dynastischer Identität und Kontinuität. Dabei dienten Heldenlegenden, die von heroischen Jagdabenteuern erzählten, der Inspiration.

Die zahlreichen Bedeutungsebenen von Jagddarstellungen reichten von allegorischen und moralischen Sinngehalten bis hin zu erotischen Anspielungen. Skurrile Affenjagden in Kupferstichen und Tapisserien waren Ausdruck eines innovativen Umgangs mit dem Jagdmotiv. Ebenso humorvoll wie allegorisch wurde das Jagdmotiv in der niederländischen Malerei des Goldenen Zeitalters im 17. Jahrhundert dargestellt. Gleichzeitig wurde für den neuen Kunstmarkt das Thema umgesetzt. In einem Ausblick zeigt die Ausstellung, dass die Jagd als ein unerschöpflicher Motivschatz noch im 19. Jahrhundert Künstlern der Düsseldorfer Malerschule als Inspirationsquelle diente.

Die Ausstellung „Schirmer freigelegt“ widmet sich ausgewählten Werken aus dem Restaurierungsprogramm des Landes NRW. Die Kunstwerke der Landschaftsmaler um Johann Wilhelm Schirmer und seine Schüler an der Düsseldorfer Kunstakademie führen die Entwicklung von der Romantik zum Naturalismus eindrucksvoll vor Augen. Verschmutzung, Beschädigungen und unsachgemäße Reparaturen hatten den Gemälden viel an Frische und Detailreichtum genommen. Das Förderprogramm ermöglichte deren Restaurierung, wovon die Jülicher Schirmersammlung sehr profitieren konnte. Daraus ergaben sich neue Erkenntnisse zur Maltechnik und Entstehung der Gemälde.

Zusätzlich können im Schlosskeller der Zitadelle die Ausstellungen „Wilhelm der Reiche“, „Rheinisches Steinzeug“, „Das preußische Jahrhundert“, „Krieg und Frieden“, „Minerva Galerie“, „Überleben in Jülich“ und „Bildgewaltig“ vom Besucher selbst erkundet werden.

Um den Museumsbesuch zu ermöglichen, wurde ein Hygienekonzept erstellt, das unter anderem Terminbuchungen und begrenzte Besucherzahlen beinhaltet. Informationen über tagesaktuelle Details und Buchungsmöglichkeiten finden sich auf der Internetseite des Museums (www.museum-zitadelle.de).

Sollte die Corona-Lage Museumsbesuche nicht zulassen, stehen auch digitale Angebote des Museums zur Verfügung (www.museum-zitadelle.de/digital). Auf dem Youtube Kanal gewährt die Museumsdokumentation „Museumsgeschichten“ Einblicke in die Arbeit der Museumsmitarbeiter und die vielseitigen Abläufe im Museum. Zudem können weitere interessante Videos zur Zitadelle und zu anderen geschichtlichen Themen oder zum „Tag der Druckkunst“ aufgerufen werden.

Zum internationalen Museumstag haben sich auch 9 Museen im Kreis Düren zusammengeschlossen um ein gemeinsames Online-Programm zu präsentieren. Es kann ebenfalls über die Internetseite des Museums Zitadelle aufgerufen werden.

Bildnachweis: Museum Zitadelle Ausschnitt aus „Affenteppich“

Details

Datum:
So. 16. Mai
Zeit:
08:00 - 17:00
Kategorien:
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Veranstaltungsort

Museum Zitadelle
Schlossstraße
Jülich, 52428
+ Google Karte
Telefon:
02461 937680
Website:
www.juelich.de/museum
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