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KiB trägt KuBa

Ein Verein mit Verantwortung.

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Logo und Abb.: KuBa
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Die Geburtsstunde ist bestens bekannt. Im März vor 35 Jahren wurde der Verein Kultur im Bahnhof – kurz KiB – gegründet und am 26. April 1991 beim Amtsgericht als gemeinnützig ins Register eingetragen. Die ersten Geburtshelfer dagegen sind eher vage. Wie das oft bei „Babys“ ist: Die Hebammen bleiben im Hintergrund.

Jösch und Irene, Ingo und Martin sind einige Namen, die sicher in die erste Reihe der zu Nennenden gehören sollten. Lückenlos verfolgen lässt sich die Reihe der Vorstände seit Januar 1996, der ersten verbrieften Mitgliederversammlung. Damit nahm der Verein im Jahr der Eröffnung des Kulturbahnhofs richtig Fahrt auf.

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Wer es nicht erlebt hat, dem kann man es nicht begreiflich machen. So könnte man es frei nach Kafka formulieren. Der Schlossplatz war dereinst Sammelpunkt für die Jülicher Jugendkultur auch bei Regen. Der Rasen war Mitte und Ende der 1980er nachmittags dicht bevölkert mit Punks und Skins, Ökos und Grunger – darunter solche, die heute zur gehobenen Jülicher Gesellschaft gehören.

Die Musikszene in Jülich war lebendig, vielfältig ebenso wie die Partykultur. Mit dem Kulturbahnhof sollte endlich alles unter ein Dach kommen. Es ging aber nicht nur darum, einen Raum zu finden, in dem Heranwachsende einen Treffpunkt und Raum für ihre Entfaltung finden konnten. Von Anfang an war der KiB bereit, Verantwortung zu übernehmen und auch mitzugestalten.

Der Vereinsname ist Programm. Das Ziel: „Kultur im Bahnhof“ zu etablieren. Die Vereinsaktiven schlossen sich dem vom Kulturamt eingerichteten Arbeitskreis mit Jugendlichen und weiteren Interessierten an. Schon 1995 bewarb sich der Verein um die Trägerschaft einschließlich der Kneipe – mit Erfolg. Nach den schwierigen Bau- und Genehmigungsjahren wurde am 23. Oktober 1996 der erste Trägerschaftsvertrag mit der Stadt Jülich unterzeichnet. Damit übernahm der Verein den Kulturbahnhof.

Dass sich das soziokulturelle Zentrum einmal zu einer guten Stube der Stadt Jülich entwickeln würde, war in Zeiten des Punk‘n‘Rock wohl kaum absehbar. Und sicher nicht ganz zu Unrecht besteht die Vermutung, dass die damals Aktiven die Dimension dieser weitreichenden Entscheidung nicht absehen konnten.

Denn was viele Jülicherinnen und Jülicher bis heute nicht wirklich verstanden haben: Der Kulturbahnhof ist das Haus – der KiB ist die Struktur dahinter, die es seit drei Jahrzehnten mit Leben füllt. Im Klartext: Das Bauwerk ist städtisch und bleibt es auch, nicht aber der Betrieb des Kulturbahnhofs. Der Verein organisiert, finanziert und gestaltet.

Wie trägt sich der Trägerverein Kultur im Bahnhof? Von den Mitgliedsbeiträgen der inzwischen rund 300 Mitglieder (Stand: Jahreshauptversammlung im August 2026) alleine würde die Finanzierung nicht zu stemmen sein. Ein Großteil wird durch eingeworbene Spenden und Förderungen sowie den städtischen Zuschuss zu den Betriebskosten für den Erhalt des Gebäudes und das Personal bestritten.

Was einst ein rein ehrenamtlich getragener Vorstand bewältigen konnte, wurde schnell „zu groß“ für die Laienmannschaft. 1999 wurde eine neue Geschäftsordnung beschlossen; Christoph Klemens, zuvor künstlerischer Leiter, wurde hauptamtlicher Geschäftsführer. Zehn Jahre lang sollte er das inzwischen nur noch „KuBa“ genannte Haus entwickeln, mit Kino und Programm auf feste Füße stellen.

Dann kam die Zeit des Wechsels: Das ehemalige Vorstandsmitglied Cornel Cremer, inzwischen Medienkaufmann, übernahm nach dem – selbstgewählten – Ausstieg von Klemens die Geschäftsführung. Als „Jülicher Jung“ hat Cremer den Anschluss an die erweiterte Bildungs- und Kulturlandschaft geschafft und den KuBa inzwischen zum Haus für alle Generationen entwickelt.

Die sicher schwerste Bewährungsprobe – personell wie finanziell – galt es zur Corona-Zeit zu meistern. Auch in dieser Zeit zeigte sich, wie groß inzwischen die Identifikation und Solidarität der Jülicherinnen und Jülicher mit dem KuBa sind: Die Zahl der Mitglieder stieg und steigt weiter.

Aus dem einstigen „Baby“, das einige Mühen hatte, das Laufen zu lernen, ist inzwischen ein pumperlgesunder „Dreißiger“ geworden, der mitten im Jülicher Leben steht. Wer gerne weiter die Entwicklung begleiten möchte und nah dran sein möchte, dem legt der Vorstand natürlich das Wichtigste nahe: Mitglied zu werden, Unterstützer oder Förderer. Für sie gibt es zum Jubiläum übrigens ein eigenes KuBa-Kölsch-Glas, mit dem man gut gefüllt prächtig auf das Jubiläum anstoßen kann.

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HERZOGin mit Leib und Seele. Mein HERZ schlägt Muttkrat, Redakteurin gelernt bei der Westdeutschen Zeitung in Neuss, Krefeld, Mönchengladbach und Magistra Artium der Kunstgeschichte mit Abschluss in Würzburg. Versehen mit sauerländer Dickkopf und rheinischem Frohsinn.

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