Hohe Mauern, massive Backsteinwände und vergitterte Fenster: Mitten auf dem Gelände der LVR-Klinik Düren erinnert Haus 5 daran, wie psychisch erkrankte Menschen früher behandelt und eingesperrt wurden. Der Dürener Geschichtsverein (DGV) lädt für Montag, 2. November, um 18 Uhr ins Haus der Stadt (Foyer) zu einem Vortrag von Thomas Hax-Schoppenhorst ein. Thema ist „Haus 5 – Das ehemalige Bewahrungshaus der LVR-Klinik Düren“.
Das zwischen 1897 und 1900 errichtete Gebäude war das erste sogenannte Bewahrungshaus im Rheinland. Dort wurden Menschen untergebracht, die nach den Vorstellungen der damaligen Zeit einer ständigen Überwachung bedurften. Seine hohe Mauer, die schweren Eisengitter vor den Fenstern und die massive Bauweise sind bis heute sichtbare Zeugnisse dieses historischen Verständnisses von Sicherheit und psychiatrischer Behandlung.
Thomas Hax-Schoppenhorst, Pädagoge, Autor und bis 2023 für die Öffentlichkeitsarbeit der LVR-Klinik zuständig, beleuchtet in seinem Vortrag Entstehung, Architektur und wechselvolle Geschichte des denkmalgeschützten Hauses. In den vergangenen Jahren diente das Haus oft auch als Filmkulisse für Kino- und Fernsehproduktionen. Namhafte Schauspieler wie Mario Adorf, Götz George, Veronica Ferres oder Heino Ferch waren dort.
Heute finden im ehemaligen Bewahrungshaus auch Ausstellungen statt. Künftig soll es als Teil des geplanten „Forums Psychiatrie“ ein Ort der Begegnung und der Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart der Psychiatrie im Rheinland werden.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Interessierte sind herzlich willkommen.



















