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Das Unerwartete schreiben

Nachwuchsvorstellung zum Welttag des Buches: Adrian Kvesić hat mit nur acht Jahren das Buch "Ginny, das Feuerwehrmeerschweinchen" geschrieben. Eine Geschichte darüber, dass man alles schaffen kann, wenn man nur genug daran arbeitet.

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Jungautor Adrian Kvesić präsentiert stolz sein Werk. Foto: Ariane Schenk
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Etwas schüchtern wirkt Adrian Kvesić, dabei hat er schon vollbracht, was nicht einmal viele Erwachsene schaffen: Er hat sein erstes Buch veröffentlicht. Und das, obwohl Adrian gerade mal in die vierte Klasse geht. Erschienen ist „Ginny, das Feuerwehrmeerschweinchen“ bereits im März 2022, als er noch neun Jahre alt war.

Entstanden ist die Geschichte im Urlaub bei den Großeltern, als es nichts zu tun gab, da er niemanden kannte. Langeweile trägt oftmals Früchte, und so ist mit Unterstützung seiner Mutter Verena Thaler die Geschichte entstanden. Warum genau Feuerwehr und Meerschweinchen? Das weiß Adrian selbst nicht so genau. „Vielleicht, weil ich als er etwa drei oder vier war oft Geschichten mit Meerschweinchen erzählt habe“, mutmaßt seine Mutter. Adrian sagt: „Ich wollte etwas erzählen, was man nicht erwarten würde.“ Am meisten Schreibspaß haben ihm die Aufgaben gemacht, die Ginny während seiner Prüfung bewältigen soll.

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Ginnys Weg zum Feuerwehrmann wurde erst grob aufgeschrieben, um dann zu schauen was besser gemacht werden könnte. So wurden etwa manche Namen mit anderen ersetzt, die sich besser anhörten. Schließlich verlegte das Sohn-Mutter-Duo das Buch im Selbstverlag. Im Internet wurde eine Illustratorin gefunden, Adrian durfte mit entscheiden, was auf den Bildern zu sehen ist.

Deutsch macht dem Schüler Spaß, das ist wohl selbsterklärend. Am liebsten löst er in dem Fach Rätsel, etwa bei Aufgaben, in denen er Geheimschriften entziffern muss. Doch sein Lieblingsfach ist Sport. Dabei braucht er ebenso viel Kondition wie sein Buchheld: Zusätzlich ist er Mitglied in der Fußball-AG der Schule und in seiner Freizeit spielt er Tischtennis.

Es ist ein ganz gutes Gefühl, ein eigenes selbst veröffentlichtes Buch in den Händen zu halten, sagt Adrian. Er hat sein Werk auch an viele Freunde verschenkt. Ob es einen zweiten Teil der Reihe „Du schaffst das, Ginny!“ gibt? Das ist noch nicht ganz sicher. „Wir haben uns Gedanken gemacht, was Ginny noch machen könnte“, heißt es. Surfen lernen, zum Beispiel, oder am Strand Südamerikas liegen, wo die Meerschweinchen herkommen. Es gibt viele mögliche Themen. Zu Langeweile aber wird es vorerst nicht mehr kommen: Adrian hat mittlerweile auch Freunde bei seinen Großeltern gefunden, mit denen er im Urlaub etwas unternehmen kann.


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