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Inspirierender Musikschulleiter ist tot

Über 25 Jahre lang war Gerold Krings Impulsgeber für Musik und kulturelles Leben in Jülich. Bereits Anfang Februar ist der ehemaliger Leiter der Musikschule Jülich im Alter von 73 Jahren gestorben.

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Gerold Krings (1952-2026). Foto: Archiv PuKBSuS
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Er war ein Urgestein des Jülicher Musikschule: Als Gerold Krings im Sommer 2015 seinen Abschied nahm, war er über 30 Jahre lang als Klavierlehrer in Jülichs musikalischer Bildungsanstalt aktiv, davon über 25 Jahre lange in lang in verantwortlicher und prägender Position. Wie erst jetzt bekannt wurde starb der 73-jährige nur zwei Wochen nach dem Tod seiner Ehefrau in seiner Wahlheimat in der Voreifel.

Der Anfang der musikalischen Arbeit für Jülich lag für Gerold Krings in den 1980er-Jahren unter Werner Pogatzki als Leiter und Franz Töller als Konrektor. Es war die Zeit der Großveranstaltungen. Matthäuspassion und Carmina Burana wurden im Schulzentrum aufgeführt und trugen zum großen Renommee der noch jungen Musikschule bei. Bereits 1988 übernahm Krings stellvertretend für den erkrankten Töller dessen Position, und nach dessen baldigem Tod blieb es dabei. Nach der Erkrankung von Schulleiter Werner Pogatzki rückte Gerold Krings zunächst in die kommissarische Schulleitung auf.

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Die klassische Schiene erweiterte der leidenschaftliche Pianist Krings durch Workshop-Arbeit. Immer, so hat er zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule 2013 gesagt, sei er mit seinen Anliegen auf offene Ohren gestoßen. Es war die Zeit der großen Bands und Newcomer-Musikformationen in Jülich. Ihnen bot Krings in den 1990-er Jahren durch das „Battle of the Bands“-Festival im Schulzentrum eine Bühne. „Die Nachhaltigkeit der musikalischen Ausbildung stand für Gerold Krings im Vordergrund“, sagte Wolfgang Riedel bei der Verabschiedung seines Vorgesetzten, dem er ab 1991 als Stellvertreter zur Seite stand. „Die menschlich lockere Atmosphäre ist das Verdienst von Krings“, lobte Riedel außerdem und attestierte eine besondere soziale Ader und Sinn für Gerechtigkeit. Mehr als eine Generation Musiker hat Gerold Krings in diesem Sinne mitgeprägt.

Schwer trug er allerdings an den Umstrukturierungen, die zunächst aus haushalterischen Gründen zum Verbund mit der Volkshochschule führten. Günter Vogel übernahm 2007 als Leiter der Volkshochschule auch die Leitung der Musikschule. Pädagogischer Leiter blieb Gerold Krings. Es folgte schließlich der Ortswechsel ins Schulzentrum 2014. Ein Jahr später ging Gerold Krings in den Ruhestand.

Zu seinem Abschied sagte Kerstin Schippers-Haffner über den langjährigen Einsatz des einstigen Musikschulleiters: „Gerold Krings hat die musikalische Ausbildung in der Stadt belebt, sie über deren Grenzen hinaus bekannt und berühmt gemacht. Mit der Musikschule hat er das Gesicht der Stadt Jülich mitgeprägt, und das Gesicht steht der Stadt verdammt gut.“ Und das ist bis heute so. „Sein verantwortungsvolles Wirken wird uns ein Vorbild bleiben“, formulieren aktuelle Schulleitung und Kollegium der Musikschule den Auftrag, den sie annehmen.

Die Beisetzung fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

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Dorothée Schenk
HERZOGin mit Leib und Seele. Mein HERZ schlägt Muttkrat, Redakteurin gelernt bei der Westdeutschen Zeitung in Neuss, Krefeld, Mönchengladbach und Magistra Artium der Kunstgeschichte mit Abschluss in Würzburg. Versehen mit sauerländer Dickkopf und rheinischem Frohsinn.

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