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„Nah am Menschen sein“

Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Jülich hat nach längerer Vakanz einen neuen Pastor: Aaron Stenzel. Auf einem Festgottesdienst wurde er Anfang September 2020 in der Gemeinde eingeführt.

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Pastor Aaron Stenzel bei seiner Einführung in die Freie evangelische Gemeinde Jülich. Foto: FeG Jülich
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„In einer Welt in der morgen schon out ist, was heute noch in war, spricht Gott sein unbedingtes ‚Ja!‘ zum Menschen.“ Dieses „Ja!“ in der Form des Evangeliums Jesu Christi möchte Aaron Stenzel gerne weitergeben, und zwar in der Herzogstadt. Als Pastor der Freien Evangelischen Gemeinde Jülich schließt er eine dreieinhalbjährige Vakanz in der Gemeinde.

Sein eigener Weg sei nicht kerzengrade verlaufen, bestätigt der gebürtig aus Celle bei Hannover stammende Gottesmann. In einem christlichen Elternhaus aufgewachsen entwickelte er seit der Oberstufe zunächst ein großes Interesse für Betriebswirtschaft und Unternehmenspraxis. Nach dem Abitur auf einem Wirtschaftsgymnasium wurde ihm gegen Ende seiner Ausbildungszeit zum Industriekaufmann bewusst, „dass mich mein persönliches Glaubensleben als Christ dazu herausforderte, nach einem gewissen ‚Mehr‘ zu suchen und zu forschen.“

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Spontan habe sich damals bei einem Kurzzeit-Missionseinsatz in Japan mit der Allianz-Mission, der Missionsgesellschaft des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, für ihn die Möglichkeit ergeben, seinen Glauben mit einer weiteren Leidenschaft, nämlich dem Land und der Kultur Japans, zu verbinden. Dabei lernte er zugleich unwissentlich seine zukünftige Hochschule kennne, denn die Zentrale der Allianz-Mission war im gleichen Gebäude wie die Theologische Hochschule des Bundes FEG untergebracht, wo auch die damaligen Vorbereitungsseminare stattfanden. Bei der Allianz-Mission in Ewersbach hat sein Vorgänger Simon Diercks übrigens eine volle Stelle als Referent für Öffentlichkeitsarbeit inne.

Erfüllt von seinen Erfahrungen und Begegnungen mit Menschen und mit Gott in Japan sowie anschließend die gute Studentengemeinschaft, mit der er viele Höhen und Tiefen seines Glaubenslebens während des fünfjährigen Theologiestudiums an der Theologischen Hochschule in Ewersbach teilte, haben ihn sehr geprägt. Da er ein halbjähriges Gemeindepraktikum nicht in Japan absolvieren konnte, legte ihm die Hochschule die FeG in Bochum Mitte ans Herz, wo Aaron Stenzel erstmalig pastorale Aufgaben und Tätigkeiten wie regelmäßiges Predigen und Leitungskreissitzungen kennenlernte: „Im Gespräch mit Gemeindemitgliedern, die schließlich zu Freunden wurden, und meinem Mentor Ruben Schultze, schenkte mir Gott über diese Zeit hinweg eine neue Perspektive: dass ich als Pastor Menschen im Glauben und Leben begleiten und anleiten darf.“

Bis zu seiner Berufung habe er jedoch Jülich kaum gekannt. Im Berufungsverfahren begleitet ein Ausschuss des Bundes FEG, der Arbeitskreis Pastorenwechsel (AKPW), die Studenten der Theologischen Hochschule in Ewersbach und schlägt dann ein Zusammenkommen mit einer FEG in ganz Deutschland vor. In seinem Fall eben Jülich. Seit Anfang August wohnt er in dessen Zentrum und freut sich nach eigener Aussage darüber, in einer Stadt leben und arbeiten zu können, in der Menschen aus so vielen unterschiedlichen Kulturen zuhause sind. „Seit meinem Umzug habe ich bereits durch viele tolle Begegnungen die Menschen hier ins Herz geschlossen. Und als jemand, der gerne Fahrrad fährt, bin ich vom Rurmäander bis zur Sophienhöhe und darüber hinaus bestens versorgt.“

Zu seinem festen Aufgabenprofil gehören die regelmäßige Predigt im Gottesdienst, die Teilnahme an den Leitungskreissitzungen, Seelsorgegespräche, Besuchsdienste und auch die Planung und Organisation von Kasualien wie Segnungen, Traugottesdienste oder Beisetzungen. Dafür kann er sich mit einer Vollzeitstelle voll und ganz für die FeG einsetzen. Zu Beginn sei es ihm insbesondere ein Anliegen, die Gemeinde und die verschiedenen Gruppen kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben. „Ich denke, für meinen Dienst ist es ganz wesentlich, nah bei den Menschen zu sein und danach zu fragen, was sie bewegt.“

Langfristig werden sich abhängig von der Gemeindesituation auch persönliche Schwerpunktbereiche herausbilden, denen er sich verstärkt widmen werde. Dies ist allerdings noch reine Zukunftsmusik, denn in der immer noch aktuellen Corona-Pandemie bleibe es auch für die FeG eine besondere Herausforderung, gelingendes Gemeindeleben mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen zu gestalten.

„Ich wünsche mir, dass ich in Jülich Menschen im Glauben an Gott begleiten kann und dort Orientierung schenken darf, wo sie auf der Suche nach diesem ‚Mehr‘ im Leben sind. In einer Welt, in der morgen schon out ist, was heute noch in war, spricht Gott sein unbedingtes ‚Ja!‘ zum Menschen. Dieses ‚Ja!‘ in der Form des Evangeliums Jesu Christi möchte ich gerne weitergeben.“ Er freue sich, dass die FeG in Jülich schon jetzt ein Zuhause für viele Menschen und Familien ist, die dort eine Gemeinschaft im Glauben und die Begegnung mit dem lebendigen Gott erfahren können. Seine Hoffnung ist, dass die FeG Jülich dieses Zuhause für noch mehr Menschen wird. „Aber auch außerhalb der Gemeinde hoffe ich auf viele Möglichkeiten, Kontakte herzustellen und gemeinsam mit den Vertretern der christlichen Kirchen für die Einheit in Jesus Christus zu wirken und den Menschen, die in Jülich leben, zu dienen.“

Pastor Stenzel ist außer montags erreichbar über [email protected] oder per Telefon über 02461 / 3298922.


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