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Quittengelee und Fleischsalat

Hans-Günther Schepanski

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Hans-Günther Schepanski | Foto: HZG
Hans-Günther Schepanski | Foto: HZG
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Jetzt stehe ich hier, zwischen frischen Wurstwaren und hausgemachten Fruchtgelees, lasse meinen Blick durch den Laden schweifen, Urkunden, Meisterbrief und bleibe an den im Schaufenster stehenden „Walter Play Games“ hängen. Der Klassiker, mit Wasser gefüllt, um Ringe zu angeln oder Bälle durch das Wasser zu katapultieren. Reizvoll und unterhaltsam für die Kinder, die Zeit des Wartens zu verkürzen, während sich die Eltern oder Großeltern zwischen der großen Auswahl an hausgemachten frischen Wurst- und Fleischwaren entscheiden müssen oder auch noch ein
Pläuschchen halten. Wenn ich hier so stehe, bekomme ich eine Vorstellung davon, dass Metzger sein nicht nur Verarbeitung und Herstellung von Wurstwaren heißt, sondern auch Weitblick für die sich verändernden Ansprüche und Bedürfnisse der Kunden, die eben nicht nur einkaufen wollen, sondern auch beraten werden möchten, sogar Hilfe bei der Zubereitung von bestimmten Gerichten und Fleischwaren erfragen, manchmal ein Grill—Telefon-Notruf kommt, wie was zubereitet werden soll und was zu beachten ist… die einkommenden Bestellungen, die telefonisch und per Mail und Fax eintreffen; der Beruf des Metzgers erfordert ein ständiges Weiterbilden und hohen Anspruch im eigenen Beruf, aber auch eine Offenheit gegenüber neuen Medien und seinen Möglichkeiten, um seine Kunden zufriedenzustellen.

Meine Frage nun, ob dieser Beruf für Hans-Günther Schepanski Berufung oder Bestimmung war, kommt mir fast überflüssig vor, denn wenn man in diesem Umfeld aufwächst, tagtäglich durch die Eltern damit zu tun hat, dann rückt der Gedanke, dass auch andere Berufe ihren Reiz haben könnten, in die Ferne und man konzentriert sich auf das, was man seit Kindheit an kennengelernt hat. Das Interesse von Hans-Günther Schepanski an Computern und der neuen Technik bleibt also nur zweitrangig, zum Glück, denn so kommen wir heute u.a. in den Genuss von selbstgemachtem Quittengelee und Fleischsalat. Das Hausgemachte steht im Familienbetrieb Schepanski, den es seit 1963 gibt, überhaupt im Vordergrund und ist nicht nur Versprechen, sondern Überzeugung. Frische und Qualität sind Standards, um den Kunden zufriedenzustellen und den eigenen Ansprüchen zu genügen, sowie das Bewusstsein der Kunden für wirkliche Frische zu wecken. Das hat seinen Preis, der aber nicht teurer ist, als vieles Andere, was oft aus Bequemlichkeit sonstwo gekauft wird. Aus Bequemlichkeit schauen wir oft gar nicht wirklich hin. Der Betrieb Schepanski setzt auf regionale Produkte der umliegenden Bauern in der Region Eifel und auch das Obst, die Grundlage der hausgemachten Gelees, kommt von befreundeten Kleinbauern und umliegenden Gärten. Das garantiert kurze Wege und Frische, die wir woanders oft nur versprochen bekommen.

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Hans-Günther Schepanski erweiterte das Sortiment der Metzgereien um einen Catering und Party-Service, nicht nur um das Angebot zu modernisieren, sondern den Kunden noch mehr Service zu bieten. Von der eisgekühlten kleinen Grillschale bis zum Buffet oder Spanferkel ist alles möglich. Ob kleine Familienfeier, die Vernissage der Kunstakademie Heimbach oder der Indeland Triathlon, die Aufträge sind vielfältig und machen sicherlich einen besonderen Reiz an diesem Beruf aus. Von Eintönigkeit und Langeweile kann also gar keine Rede sein. Und wenn Hans-Günther Schepanski mit seinen Wurst- und Fleischwaren auch alles im Griff hat, so kann immer noch der Drucker streiken, das Systemnetzwerk seine Macken haben… aber, zum Glück ist dies ja die zweite Leidenschaft und ihn bringt nichts so schnell aus der Ruhe!


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