Wenn man Verena Heinen begegnet, merkt man schnell: Diese Frau bringt Ruhe in jeden Raum. Genau diese Mischung aus Gelassenheit, Empathie, Humor und Bodenständigkeit macht sie zur perfekten Vorsitzenden des Vereins „Kleine Hände“. Seit gut eineinhalb Jahren führt sie den Verein – und das mit einer Selbstverständlichkeit, die man ihr kaum anmerkt.
„Ich bin da mit der Unterstützung von Dorothée Schenk reingewachsen“, sagt sie lachend. „Behutsam – und über ein Jahr lang – wurde ich in die Vorstandsarbeit eingeführt. Jetzt fühle ich mich hier richtig gut angekommen.“ Der Weg zu den „Kleinen Händen“ begann allerdings ganz anders: Es war ihr Mann, der auf die Wunschbaumaktion aufmerksam wurde mit selbstgemalten Sternen von Kindern, ausgestellt im Technologiezentrum Jülich. So kam dann eins zum anderen und heute steht sie selbst an der Spitze des Vereins.
Geboren 1982 in Mönchengladbach, aber verwurzelt im Linnicher Raum besuchte sie das Gymnasium „Haus Overbach“ machte dort ihr Abitur und studierte zunächst Biologie mit Schwerpunkt Zoologie und Neurobiologie. Danach forschte sie im Klinikum zur medizinischen Grundlagenforschung,bis das Leben neue Pläne machte: Sie wurde mit Zwillingen schwanger. „Dann war klar: Mit zwei Babys steigt man nicht mal eben wieder ins Arbeitsleben ein.“
Als ihre Kinder drei Jahre alt waren, fand sie einen neuen beruflichen Weg: Lehrerin. Erst an der Grundschule Siersdorf, später am Gymnasium in Mönchengladbach. Biologie und Chemie, versteht sich. Doch eine Festanstellung blieb aus – gut für ihren Mann, wie sie schmunzelnd erzählt, denn so übernahm sie die Buchhaltung der Familienfirma. Flexibilität ist ohnehin ihr zweiter Vorname.
Auf die Frage, ob man für die Arbeit bei den „Kleinen Händen“ eigene Kinder haben müsse, winkt sie ab: „Nein, natürlich nicht. Aber man merkt schon, wie privilegiert viele Kinder sind – auch die eigenen. Das sensibilisiert.“
Verena Heinen ist eine, die zuhört. Eine, die die Sorgen der Ehrenamtlichen und Familien ernst nimmt und versteht. Genau deshalb wächst der Verein unter ihrer Führung weiter zusammen. Wenn sie nicht für die „Kleinen Hände“ unterwegs ist, findet man sie beim Musikmachen oder draußen in Bewegung: Sie singt im Chor, spielt Klavier oder spaziert mit dem Familienhund durchs Grüne. Außerdem engagiert sie sich im Karneval – natürlich wieder mit Kindern – und packt beim Dorffest mit an.
Verena Heinen ist eine Frau, die viel bewegt, ohne viel Aufhebens darum zu machen.
Und wer sie erlebt, zweifelt keine Sekunde daran, dass ihr das gelingt.



















