Dieses Mal lag der Fokus auf dem Schwerpunkt „Mobilität“. Beeindruckend, dass Jugendliche freiwillig ihre Zeit einsetzen, wenn ein Thema sie interessiert. Die vier Tage Symposium beinhalteten ein straffes Programm, von morgens bis abends und mit besonderer Tiefe, sodass große Aufmerksamkeit erforderlich ist und ein breit gefächertes Interesse definitiv bestehen musste. In den Diskussions- und Fragerunden war zu beobachten, wie viel Neugier die Jugendlichen mitbrachten. Selbst in den Pausen standen sie zusammen, in Gespräche vertieft und scheuten sich auch nicht, mit den wissenschaftlichen Experten in den direkten Austausch zu gehen.
„Wir versuchen den Jugendlichen einen guten Mix aus Forschung, Industrie und lokalen Projekten zu zeigen“, erklärte die Leiterin des Jahresprogrammes, Annika Loevenich. So ist das Konzept des Symposiums zu verstehen, dass eine Kombination aus Fachvorträgen, Diskussionen und Workshops widerspiegelt, um den Interessierten möglichst viele verschiedene Blickwinkel zu bieten.
„Mobilität ist ein grundlegendes Recht, das für alle Menschen zugänglich sein muss“, so formulierte Claudia Tonic-Cober, Mobilitätsbeauftragte der Stadt Jülich, ihre Haltung. Sie veranschaulichte verschiedene Ansätze für die Umsetzung: Darunter die europäische Mobilitätswoche und die infrastrukturellen Veränderungen wie Leihräder oder der Bürgerbus in Jülich. Ein nächstes Projekt soll die Digitalisierung der Mitnahmebänke der Stadt sein, um in Zukunft über eine App Verabredungen treffen zu können. „Man muss versuchen, alle Interessengruppen ausgewogen zu berücksichtigen,“ betonte Claudia Tonic-Cober.
Klimaschutzmanagerin der Stadt Jülich, Eva Strehl, beleuchtete das Thema aus ihrer Sicht. Sie stellte heraus, dass Mobilität im engen Zusammenhang mit Klimaschutz, Energieversorgung und gesellschaftlichem Wandel steht. Die Fachfrauen betonten die Abhängigkeit vom Weltgeschehen und der Politik für ihre Aufgabe. Wenn Gelder knapp sind, sind es oft die Projekte und Ideen ihrer Abteilungen, die gestrichen werden müssen, erkärten sie, sodass ein Schritt nach vorne oftmals viel Kraft und Geduld benötige.
Im Zuge des Symposiums gewannen die Schüler und Schülerinnen in einer Workshopphase auch praktische Einblick in die lokale Mobilität und die Breite der Interessengruppen der eigenen Kommune. Mit Kinderwagen oder Rollator testeten sie selbst, wie barrierefrei Bushaltestellen in Barmen wirklich sind und stießen dabei durchaus auf Herausforderungen.
Die Zielgruppe waren Schüler und Schülerinnen ab 15 Jahren, die aus ganz Deutschland teilnehmen konnten, um ihr Wissen über das Thema „Mobilität“ auszuweiten und um Impulse für Studien und Berufswahl dazuzugewinnen. Die abendlichen Vorträge waren öffentlich, sodass Personen von außerhalb, bei Interesse, dazustoßen durften.
Die Fachvorträge begleitete ein professionelles Setting und fünf verschiedenen Kameras. Sehr beeindruckend und zudem hilfreich für Teilnehmer und Schulen, die die Vorträge auch im Nachhinein digital Anfragen wollen. Unterstützt wird dieses Projekt durch die Wilhelm und Else-Heraeus-Stiftung, die die Unterkunft und Verpflegung während des Symposiums mit stemmen.
„Mobilität betrifft einfach alle und hat was mit Teilhabe am Leben zu tun“, betont Annika Loevenich. Ein so alltägliches Thema, dass jeden betrifft, aber die Jugendlichen hinterfragt und ihre Perspektiven erweitert haben, sodass man durchaus von Überlegenheit sprechen kann.

























