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Engagement widergespiegelt

"Was als theoretische Reihe im Physikunterricht zum Thema Optik begann, führte zu einer konkreten Verbesserung der Verkehrssicherheit in Jülich", heißt es in einer Pressemitteilung des Gymnasiums Zitadelle. Nach einem Hinweis der Klasse an das Straßenverkehrsamt wurde ein beschädigter Verkehrsspiegel an der Kreuzung Linnicher Straße / Aachener Straße innerhalb einer Woche ersetzt.

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Der Verkehrsspiegel hängt - auf Initiative der 6a vom Gymnasium Zitadelle. Foto: Ingo Wahlen.
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Wie wird eine Stadt sicher für alle Verkehrsteilnehmenden? Mit dieser grundlegenden Frage beschäftigte sich die Klasse 6a des Gymnasiums Zitadelle im Physikunterricht bei Ingo Wahlen. Was als theoretisches Schulprojekt mit dem Bau einer Modellstadt im Klassenzimmer begann, führte schon bald zu einem handfesten und erfolgreichen Einsatz im realen Jülicher Straßenverkehr.

Bei einem Unterrichtsgang in der direkten Umgebung der Schule machten die Sechstklässler eine besorgniserregende Entdeckung: Der wichtige Verkehrsspiegel an der unübersichtlichen Kreuzung Linnicher Straße/Aachener Straße war stark beschädigt. Da ein solcher blinder Fleck im Kreuzungsbereich ein Sicherheitsrisiko für die Verkehrsteilnehmenden darstellt, reagierte die Klasse sofort. Die Schülerinnen und Schüler verfassten gemeinsam einen Brief an das zuständige Straßenverkehrsamt und baten darum, den defekten Spiegel zeitnah auszutauschen.

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Die Initiative der Jugendlichen stieß bei den Verantwortlichen auf offene Ohren. Von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde gab es im Nachgang ein großes Lob für das Engagement der Schule: „Der Informationsaustausch zwischen der Aktion der Schulklasse und unserer Behörde war überaus zielführend.“ Die Behörde zögerte nicht: Keine Woche nach dem Anschreiben wurde der beschädigte Spiegel demontiert und durch ein neues Modell ersetzt.

Schulleiterin Dr. Edith Körver lobte die Eigeninitiative der Klasse ebenfalls ausdrücklich: „Die Aktion zeigt, wie wichtig es ist, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Dass das Amt prompt reagiert hat, finde ich höchst erfreulich, weil es die Kinder darin bestärkt, umsichtig zu agieren. Ein Ignorieren hätte vermutlich zur Haltung geführt, Missstände künftig achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen. Schön, dass unsere Kinder angehalten werden, für die Sicherheit tätig zu werden.“

Am Ende zeigte sich für die Klasse, dass die Antwort auf die Frage nach einer sicheren Stadt nicht nur in der Theorie im Klassenzimmer zu finden ist. Erst durch den direkten Blick auf die reale Kreuzung vor der eigenen Schultür und das schnelle, gemeinsame Handeln wurde aus dem Unterrichtsprojekt ein konkreter Beitrag zur Unfallverhütung im Jülicher Stadtgebiet.


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