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Mörderisch gut

Groß waren die Erwartungen: Nach der Corona-Pause fand Anfang Juni die zweite Inszenierung der Literaturkurse statt. Unter der Leitung von Mandy Tavernier wendete sich der Literaturkurs nun dem Krimi-Genre zu. Dazu wurde „Mord am Grauen Mann“ mit viel Spaß und Spannung auf die Bühne des Kulturbahnhofs Jülich gebracht. Nicht nur das Bühnenbild war vielversprechend und teilweise von den Schülerinnen – Annika Forst und Lisa Mauermann – selbst gebaut und auch die Kostüme waren von den Schülern selbst zusammengestellt. Die Zuschauer wurden schon zu Beginn des Stückes in seinen Bann gezogen.

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"Mörderische" Szene. Foto: Dirk Neumann
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Durch einen dramatischen Tusch zum Einstieg wurde das Bühnenbild eröffnet und der Zuschauer befand sich im Berghotel „Am grauen Mann“, wo er die verschiedenen Charaktere des Stücks kennenlernte. Schnell wurde klar, dass die Gäste des Berghotels nicht unbedingt „alltäglich“ sind. Nicht nur der kuriose „Kevin Smart“ (gespielt von Riccardo Caruso), welcher sich permanent Notizen machte, fiel auf. Auch die Familie Billbaum, welche einer vermeintlichen Einladung der Hotelbesitzer selbst gefolgt war, fiel durch ihre überhebliche und affektierte Art auf. Die Betreiberin des Hotels Aloisa Huber (Lisa Mauermann) und ihre Nichte Klara (Paula Thelen) versuchten ihr Bestes, um den neuen Gästen den Aufenthalt in ihrem, finanziell angeschlagenen, Hotel so angenehm wie möglich zu gestalten.

Und dann der „Gau“: Der Lift, die einzige Verbindung zum Rest der Zivilisation, fiel aus und es kam zu einem Stromausfall. Da es sich um eine Kriminalaufführung handelte, fehlte nur noch der Mord. Dieser ließ nicht lange auf sich warten. Eingeleitet durch zwei lautstarke Schreie wurden innerhalb kürzester Zeit Skilehrer Sepp (Florian Paar) und Sven Billbaum (Niklas Paar) zum Schweigen gebracht, und die Suche nach dem Mörder konnte für den zufällig anwesenden Dorfpolizisten, gespielt von Tim Vallentin und Jonas Berberich, beginnen.

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Szene aus „Mord am Grauen Mann“. Foto: Dirk Neumann
In der kurzen Pause wurde von den Zuschauern wild spekuliert. War es der auch anwesende Professor (Sebastian Rüping), welcher angeblich die Lawinen am „Grauen Mann“ untersuchen wollte, aber zufällig von einem zweiten Mord redete, oder doch die zwielichtige Person Madame Petit (Laura Hinrichsen) mit ihren zwei seltsam erscheinenden Butlern Ralf und Rolf, gespielt von Ismael van der Linden und Timo Dolfen. Viele Krimifans unter den Zuschauern waren sich jedoch einig, dass es etwas mit dem verwirrten Onkel Toni (Lars Hardt, Frederik van Eickels) zu tun haben musste. Und so fieberte jeder auf die Aufklärung im zweiten Teil des Stückes hin.

Nach dem Pausengong erlöste Ermittler Breitgruber die Zuschauer durch eine ausführliche Darstellung der Motive und klärte die Tat auf. Onkel Toni hatte den Industriellen Billbaum in das Berghotel gelockt, um sich an ihm zu rächen, da er ihn für den Tod seiner Frau verantwortlich machte. Der Tod des Skilehrers Sepp war schlichtweg eine Verwechslung, welche auch die Zuschauer zur Erheiterung brachte, da sich die beiden Darsteller wirklich zur Verwechslung ähnlich sahen.
Nach dieser erfolgreichen Inszenierung kann man nicht nur den Darstellern danken – auch die Technik (Leon Oster, Lewis Hülsmann, Balpreet Schaffrath, Ben Friedrich und Stanley He) und die Leitung des Stückes haben erfolgreiche Arbeit geleistet.


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