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Der Zoch kütt!

Es ist amtlich: Der Jülicher Kengerzoch wird in diesem Jahr wieder am Tulpensonntag, 19. Februar, durch die Innenstadt ziehen. Der Festausschuss hat sich mit neuem Vorstand gefunden und die erste Aufgabenstellung erfüllt.

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Sie bilden das Rückgrat des neuen Festausschuss Kengerzoch (v.l.) David Ningelgen als 2. Vorsitzenden, Peter Sussmann als Kassierer, Sabrina Voß als Schriftührerin und Vorsitzendem Daniel Tollhausen. Foto: Dorothée Schenk
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Die Jülicher können aufatmen. Die Zukunft des Festausschuss Kengerzoch ist gesichert und damit klar: „Der Zoch kütt“. Pünktlich um 14 Uhr werden wieder über 1000 Menschen in Fußgruppen und als Wagenbesatzungen zwischen Aachener, Linnicher und Düsseldorfer Straße Aufstellung genommen haben und „zweimal über die Kölnstraße“ ziehen. „Alles wie immer“, schmunzelt Daniel Tollhausen, der der neue erste Mann im Festausschuss Kengerzoch ist.

Die Hauptaufgabe des Festausschuss‘ „Jülicher Kengerzoch“ e.V. ist – wie der Name ja schon sagt – die Ausrichtung des Kinderzugs am Karnevalssonntag sowie die Akquise und Begleitung des Kinderdreigestirns. Nach Sturm „Sabine“ und Pandemie gab der amtierende Vorstand auf und im ersten Wahlgang hatte sich niemand bereit erklärt, die Aufgaben weiterzuführen. Das hätte das „Aus“ für die über 60-jährige Tradition bedeutet. Im zweiten Wahlgang im September 2022 fanden sich Daniel Tollhausen von der KG Rurblümchen als Vorsitzender, flankiert von David Ningelgen als Vize und Peter Dussmann als Kassierer von der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus und Sabrina Voß von der Stadtgarde als Schriftführerin.

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Das Quartett hat mit „Volldampf“ die Planung auf die Beine gestellt. „Wir hatten zwei bis drei Monate weniger Vorbereitungszeit“, erklärt David Ningelgen. Der traditionelle Pin musste produziert werden – „Wir schlagen Brücken“ heißt das Motto sehr tiefsinnig in diesem Jahr – das Technische Hilfswerk für Sicherheitsdienste an Bord geholt, die Anmeldebögen mussten pünktlich versandt, das Ordnungsamt kontaktiert, die Genehmigungen eingeholt werden und, und, und. Apropos: Wer noch im „Zoch“ dabei sein möchte, der kann sich bis 29. Januar bei Daniel Tollhausen melden unter [email protected].

Der Verkauf des Pins dient zur Finanzierung des Kengerzochs. Foto: Dorothée Schenk

Auf zweierlei werden die Jecken allerdings verzichten müssen. Erstens auf die After-Zoch-Party – die Stadthalle ist schließlich Geschichte. „Aber vielleicht freuen sich einige Jülicher Kneipiers darüber“, meinte David Ningelgen. Und zweitens wird es kein aktuelles Kinderdreigestirn geben. Was Erwachsene gerade noch hinnehmen, ist Kindern nicht zuzumuten – darin sind sich die Aktiven einig: Vorfreude auf eine Session, die dann doch nicht stattfinden kann. Anfang des Jahres war noch nicht abzusehen, ob die fünfte Jahreszeit überhaupt ausgerufen werden könnte. Dafür darf sich das Dreigestirn Kilian Dransfeld, Nina Barnard und Tristan Schoppe mit ihren Pagen nach dem abgebrochenen Zug durch Sturm Sabine und die „kastrierte“ Session durch Corona auf die Fahrt im Prinzenwagen freuen. Sie werden die prunkvolle Besatzung zum Kengerzoch auf der traditionellen „Lok“ sein.

Sogar eine eigene Krawatte „Festausschuss“ wurde einmal aufgelegt. Foto: Dorothée Schenk

In der kommenden Session soll dann auch wieder ein Dreigestirn „aufgestellt“ werden. Der „Festausschuss“ ruft schon jetzt dazu auf, dass Interessierte sich melden. Natürlich sind hierzu alle Vereine und Karnevalsgesellschaften in Jülich und den Ortsteilen aufgerufen. Selbstverständlich ist die „Findungsphase“ eines Dreigestirns mit Aufwand verbunden, gleiches gilt für Sponsorengewinnung und Begleitung der Kinder auf die Termine. Darum ist es wie stets: Viele Hände – schnelles Ende, oder: Auf je mehr Schultern die Aufgaben verteilt werden, umso leichter wird es. Darum würde sich das „Führungsquartett“ freuen, wenn mehr als 6 von 17 Karnevalsvereinen Teil der Gemeinschaft „Festausschuss“ würden. Ziel ist es, dass möglichst viele „KGs“ beitreten, um – wenn nicht personell, so doch ideel und mit einem Mitgliedsbeitrag zu unterstützen. „Wir werden das Gespräch bei den nächsten Veranstaltungen suchen“, lautet das Versprechen des Vorstandes.

Apropos: Auch für dieses Jahr werden Spenden noch gerne angenommen. Zwar werden die Fußgruppen und Fahrzeuge von den Aktiven selbst finanziell getragen, aber Zusatzkosten wie Sicherheitsdienst und Gema-Gebühren allen zusätzlich an. „Wem die Sicherheit im Zug und auch die Freude der Kinder etwas wert ist, der kann uns gerne unterstützen,“ sagt David Ningelgen. Das geht via Konto der Sparkasse an den Festausschuss Jülicher Kengerzoch e.V., IBAN: DE45 3955 0110 0000 0701 10. Wer beim Verwendungszweck seine Adresse angibt erhält eine Spendenquittung.


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