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60 „Master“ aus Westafrika

Mit dem "International Master Program in Energy and Green Hydrogen" (IMP-EGH) wollen das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen Studierende in Staaten Westafrikas für das Zukunftsthema "Grüner Wasserstoff" qualifizieren.

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Das Bundesforschungsministerium fördert das deutsch-afrikanische Masterprogramm. Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ im BMBF (Mitte), überreichte die Urkunden an RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger (rechts) und den Jülicher Vorstandsvorsitzenden Prof. Wolfgang Marquardt. Foto: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach
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Nach einem Auftakt im vergangenen Oktober in Niamey/Niger fiel jetzt in Jülich der offizielle Startschuss für das „International Master Program in Energy and Green Hydrogen“ auf deutscher Seite. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den zweijährigen Studiengang im Rahmen des Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ zunächst bis 2025 mit acht Millionen Euro. 60 Studierende aus 15 Ländern Afrikas werden auf der Grundlage internationaler Standards und Best Practices ausgebildet.

Jülich und die RWTH unterstützen im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) bei der Lehre und der Betreuung der Studierenden über Online-Tools und durch Besuche in Afrika. Zudem werden die Studierenden ein Semester in Deutschland verbringen, um Praxiserfahrungen zu sammeln und ihre Abschlussarbeiten zu schreiben. Vier führende westafrikanische Universitäten sind an der Durchführung beteiligt: die Université Felix Houphouet Boigny (Elfenbeinküste), die Université de Lomé (Togo), die Université Cheikh Anta Diop de Dakar (Senegal) und die Université Abdou Moumouni de Niamey (Niger). Partner vor Ort ist das West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, kurz WASCAL, in Accra (Ghana).

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„Ich freue mich sehr, dass wir als Forschungszentrum Jülich mit unserer Expertise im Bereich der Energieforschung zu diesem Masterprogramm beitragen können. Kaum etwas zahlt so wirksam auf eine klimaneutrale Zukunft ein, wie die Ausbildung von Expertinnen und Experten, die mit Kenntnis der individuellen, regionalen Rahmenbedingungen Technologien etablieren können, die eine wertschöpfende Nutzung erneuerbarer Energie ermöglichen“, so Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, in seinem Grußwort.

Mit einer Feierstunde in Niamey im Oktober wurde der neue Masterstudiengang in Westafrika auf den Weg gebracht. Jetzt folgte der offizielle Auftakt am Forschungszentrum. Foto:
Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

Westafrika hat enormes Potenzial, Sonnen- und Windenergie zu erzeugen und daraus Grünen Wasserstoff herzustellen – mehr als es für seinen eigenen Bedarf brauchen wird. Der Kontinent könnte künftig in großem Stil nachhaltigen Wasserstoff exportieren, also Wasserstoff, der mit regenerativer Energie gewonnen wird. „Die gemeinsame Durchführung des Master-Programms setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren westafrikanischen Partnern fort, aus der im letzten Jahr bereits der ,H2-Atlas Afrika‘ hervorgegangen ist. Der Atlas ist ein wirkungsvolles Instrument, das Entscheidern aus Politik und Industrie Orientierung bietet, wo sich das enorme sozioökonomische Potenzial der Erzeugung von Grünem Wasserstoff in Westafrika am wirkungsvollsten abrufen lässt“, sagte Marquardt.

Das Projekt „H2Atlas-Africa“ wird von dem Jülicher Wissenschaftler Dr. Solomon Agbo koordiniert. Im Mai 2021 wurde als „Herzstück“ ein interaktives Wasserstoff-Tool online gestellt, das die für das Netz aufgearbeiteten Ergebnisse der einzelnen Regionen anschaulich präsentiert und aktualisiert wird, sobald neue Daten vorhanden sind.

Das Forschungszentrum Jülich gründete im November 2021 das Institut für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (INW) als wissenschaftlichen Kern des Helmholtz-Wasserstoffclusters HC-H2. Das Cluster soll im Zuge des Strukturwandels Impulse setzen, um das Rheinische Revier zu einer Wasserstoff-Modellregion zu entwickeln, in der zukunftsweisende Konzepte der Wasserstoffwirtschaft demonstriert werden und wo neue Arbeitsplätze entstehen.


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