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Appetit auf den „Schwan“ gemacht

Reichlich Informationen servierte das Team "Schwan" bei der jüngsten Sitzung des Ausschuss' für Kultur, Dorf- und Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung: Geschäftsführer Max Lenzenhuber, Küchenchef und Geschäftspartner Bernd Geiger und als ausführender Planer und Bauunternehmer Johannes Blum beantworteten geduldig alle Fragen der politischen Vertreter - auch jene, die mit dem Bebauungsplan nichts zu tun hatten.

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Blick auf den Schwanenteich. Foto: tee
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Vor vier Jahren hat sich Finanz-Ökonom, Vermögensverwalter und Honorarberater Max Lenzenhuber der Idee der Gastronomie „Schwan“ verschrieben. Den ersten Plänen 2016 folgte im Oktober 2019 das Thema mit Variationen: Gleich geblieben sind der Bauplatz am Schwanenteich, die Anzahl der Stellplätze (2) – beziehungsweise die Ablöse für Parkplätze – und Sitzplätze. Nicht geändert hat sich die bebaute und umbaute Fläche. 20 Meter breit und 30 Meter lang wird der „Schwan“. Die Planung ist zweigeschossig, wobei „oben“ auf der Ebene „Bahnhofstraße“ das Bistro mit Terrassenbetrieb angesiedelt ist; auf der Ebene „Schwanenteich“ ist Raum für Restaurantbetrieb mit Außenterrasse oder wahlweise Veranstaltungen. Bekannt war ebenfalls, dass nach dem Abriss des „Kleinen Schwanenteichs“, wie der alte Kiosk liebevoll genannt wird, Steine aus dem abgetragenen Bau Wiederverwendung im Neubau finden sollen. Die jetzt noch einmal vorgestellten finalen Veränderungen betreffen vor allem technische Details. So wird etwa die Gründung des Baus nicht mehr im Schwanenteich vorgenommen. Die Änderungen sind von der Firma Althoff aus Meschede geplant worden und werden auch von dem Unternehmen ausgeführt, für das Johannes Blum im Sitzungssaal Kulturmuschel vor Ort war. Im Ausschuss für Kultur, Dorf- und Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung ging es um den ersten Schritt zur Genehmigung des neuen Bebauungsplans. Das Interesse der Ausschussmitglieder galt aber offenkundig weniger den baulichen Details, als den inhaltlichen.

Max Lenzenhuber stellte die 2. verbesserte Neuauflage seiner Planung zum „Schwan“ vor. Foto: tee

Nachgefragt wurden etwa, ob die Anzahl der Damen-Toiletten ausreichen werde, ob ein Wickeltisch angeboten würde und wie der „Schwan“ es mit dem Lärmschutz halten würde.  Auch die Anlieferung war Thema. Von 40-Tonnern wurde spekuliert, wenn vielleicht auch nicht ganz ernst gemeint. Dies entkräftete Bernd Geiger als Fachmann mit jahrzehntelanger Erfahrung als Gastronom: Er versicherte, dass maximal 7,5-Tonner zu erwarten seien. Die Anlieferung erfolge zwischen 8 und 10 Uhr mit einer maximalen Abladezeit von acht Minuten. Eine Störung des Verkehrs dürfte also minimal sein. Man erfuhr, dass statt ursprünglich zwei Bäumen, für die es eine Genehmigung zur Fällung gegeben hatte, jetzt nur einer weichen muss. Von Interesse war auch die Kochkunst, zu der reichlich Fragen gestellt wurden. Auf sie antwortete umfangreich und geduldig Bernd Geiger. Es gibt vegane und vegetarische Küche, es soll im Sinne der Nachhaltigkeit nur so viel eingekauft werden, wie auch verbraucht werden kann. Es werden „ganze“ Tiere gekauft, die auch verwertet werden sollen – bis hin zum Fond, der aus Knochen und Resten gekocht wird. Regionale Produkte sollen Verwendung finden. Wenn Schälabschnitte beim Gemüse anfallen, werden sie abgeholt und könnten in Biogas-Anlagen weiterverwertet werden. Wem seine Portion zu groß ist, der kann die Reste in Beste-Reste-Boxen mitnehmen. Es gilt Respekt vor dem Lebensmitteln zu zeigen und den Herstellern, den Landwirten, erklärte Spitzenkoch Bernd Geiger, der nicht nur in den Töpfen rührt, sondern auch Geschäftspartner von Max Lenzenhuber ist.

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Für das Gesamtkonzept plus Speisekarten aus recycelten Speiseresten und Dienstkleidung aus Meeresabfällen, die herausgefischt und recyclet wurden, gab es bereits im August das Greentable®-Siegel “Nachhaltige Gastronomie”. Eine erste Visitenkarte gibt das Duo seit Anfang September im Baucafé Schwan am Markt 8 ab, wo auch die Visualisierung in Form eines Films und von Plänen zu sehen ist.

Johannes Blum erläutert das Bauvorhaben Gastronomie „Schwan“. Foto: tee

Schließlich kamen die Ausschussmitglieder nach diesen Detailfragen doch noch mal auf den Bau zurück. Marco Johnen (CDU) wollte wissen: „Angenommen, es läuft alles rund für Sie: Wie schnell kann es nach der Baugenehmigung los gehen und wie lange wird die Bauphase dauern?“ Johannes Blum setzte vier bis fünf Monate für den Bau der „Hülle“ an. Wenn Ende Februar die Baugenehmigung käme, könne man im Spätherbst fertig sein und 2022 Eröffnung feiern. Auch wenn Martin Schulz als erster Beigeordneter wörtlich „keine grundsätzlichen Probleme“ sieht, bezweifelte er, dass die Genehmigung bis Februar vorliegen werden. „Das wäre sportlich“, meinte Schulz.

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