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Indenauten gestalten die Zukunft

Das Ende des Braunkohletagebaus bringt viele Herausforderungen mit sich. Im JugendIndeLab (JIL), dem neuen digitalen Schülerlabor der FH Aachen, haben Schüler die Möglichkeit, sich mit der Zukunft des Indelands auseinanderzusetzen und Szenarien zu entwickeln. nach dem Start in Jülich im vergangenen September, ist nun die zweite Mannschaft startklar.

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Im Gymnasium Kreuzau präsentierten die „Indenauten“ heute (11.2.) ihren Altersgenossen, welche Zukunftsprojekte sie für die hiesige Tagebauregion entwickelt haben. Ihre Lehrer Karsten Engelmann und Alexander Schmitz hatten die Teams dabei unterstützt; Landrat Wolfgang Spelthahn ist der Projektpate des Gymnasiums. Foto: Kreis Düren
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Zu sogenannten „Indenauten“ werden die rund 100 Jugendlichen aus sechs Schulen der Region ausgebildet, die am Projekt JugendIndeLab teilnehmen. Thema ist das absehbare Ende des Braunkohletagebaus in der Region, die dann zu einer Seelandschaft umstrukturiert werden soll. „Das Ende der Kohleförderung eröffnet uns die Jahrhundertchance, unsere Region neu zu erfinden. Die Jugendlichen von heute haben die Chance, das neugestaltete Indeland mit den Restseen in Vollendung zu erlebten“, so Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren.

Aus solchen Veränderungen ergeben sich vielfältige Herausforderungen. Deshalb sollen die Jugendlichen für den Strukturwandel sensibilisiert werden und dabei „ihre eigenen Ideen in die Gestaltung unserer Heimat einfließen lassen“. Vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Innovation, Energie, Bau und Mobilität ist die Kreativität der jungen Menschen gefragt. Bei dem Projekt stehen den sechs Schülerteams Experten der FH Aachen beratend zur Seite, ebenso zusätzliche Paten aus dem politischen Bereich.

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Im Rahmen eines Projektkurses in der Q1 beschäftigen sich die Schüler des Kreuzauer Gymnasium besonders mit dem nachhaltigen und energieeffizienten Bau. Unterstützt werden sie von ihren Lehrern Karsten Engelmann und Alexander Schmitz und ihrem Paten: Landrat Wolfgang Spelthahn. 15 Jugendliche befassen sich in vier Teilgruppen mit der Nutzung von Gebäudefassaden als Photobioreaktoren am Bespiel des Algenhauses oder mit dem Einsatz alternativer Baustoffe, wie etwa Stroh als Ersatz für Styropor als Dämmstoff. Zwei weitere Gruppen untersuchen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Faktor-X-Häuser und mit ei-ner Umfrage im umgesiedelten Dorf Morschenich-Neu die Erfolgsindikatoren für den urbanen Siedlungsbau. Auf der digitalen Plattform des JIL werden bis zum Ende des Schuljahrs alle Ergebnisse gesammelt.

Das JugendIndeLab ist von der FH Aachen und ANTalive ins Leben gerufen worden und wird durch den Europäischen Fonds (EFRE), sowie die Gemeinschaftsinitiative Zukunft durch Innovation.NRW gefördert. ANTalive ist ein zdi-Zentrum Nordrhein-Westfalens, das Schülern, wie auch die anderen Zentren, Angebote zur Berufs- und Studienorientierung im technischen Bereich bietet und zuständig für die Städteregion Aachen, den Kreis Düren und den Kreis Euskirchen. Die zdi-Zentren werden vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes und von der Bundesagentur für Arbeit finanziert.

„Wir möchten die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, eigene Ideen für die Zukunft des Indelands zu entwickeln. Dabei spielen MINT-Kenntnisse, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik eine entscheidende Rolle. Nur wer informiert ist und seine individuellen Fähigkeiten sinnvoll einsetzt, kann die eigene Zukunft unserer Region positiv mitgestalten“, unterstreicht ANTalive-Vorsitzende Brigitte Capune-Kitka.

Weiter Informationen zum Projekt unter: https://www.fh-aachen.de/studium/schuelerlabore/jil und https://www.fh-aachen.de/forschung/institut-nowum-energy/forschung/klimaschutz/jil


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