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Junge Klimaschützer verschaffen sich Gehör

Alle Kinderaugen sind nach vorne gerichtet. Im Science College von Haus Overbach fand eine "Akademie" von der Organisation "Plant-for-the-Planet" statt.

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Foto: privat
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Botschafter der Organisation „Plant-for-the-Planet“ hielten im Science College am Haus Overbach einen Vortrag über die Klimakrise im Zusammenhang mit dessen Auswirkungen und Lösungsansätzen. Der Clou: die Stellvertreter, die den Vortrag halten, sind selbst noch Kinder. Ziel ist es, die junge Mitstreiter im Publikum für das Thema Klimakrise zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

Anton (13) und Lola (11) Mommertz stehen auf einer kleinen Bühne, hinter ihnen eine große Leinwand, wo eine Powerpoint-Präsentation gezeigt wird. Aufgebracht erzählen sie den Zuhörern ihr Anliegen. Wissenschaftlich fundiert und mit Charme klappern sie die wichtigsten Stichpunkte zum Thema Klimakrise ab. Darunter das „Pariser Klimaabkommen“, das „2-Grad“-Ziel und die sogenannten „Kippelemente“.

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„Wisst ihr denn auch, was mit Klimagerechtigkeit gemeint ist?“, fragt die elfjährige Lola Mommertz. Mit derartigen Fragen regen die Zwei die kleinen Zuhörer an, auch ihr Wissen mit einzubringen. Inmitten der vielen lauschenden Kinder fand man auch den Klimaschutzbeauftragten des Kreis Düren Eric Floren, der sein Wissen zum Thema Wald und Umwelt zum Besten gab.

Vor allem das Pflanzen von Bäumen gehöre zu den Lösungsansätzen der Organisationen. „Unsere Forderung sind 1000 Milliarden Bäume mehr auf dieser Erde zu pflanzen.“ Dieses Ziel kommt nicht von ungefähr, denn diese Anzahl der Bäume könne dazu führen, dass sich eine große Menge an CO₂ bindet. Man könne dadurch den Temperaturanstieg unter zwei Grad halten.

Gegründet wurde die Initiative von Felix Finkbeiner im Jahr 2007. Aufgrund eines Vortrags in der Schule über die Klimakrise, kam Finkbeiner darauf, wie hilfreich es für das Klima wäre ganz viele Bäume zu pflanzen. Seine Idee: Kinder in jedem Land sollen eine Million Bäume pflanzen. Inspiriert wurde Felix von der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die bereits Jahre davor schon mit anderen Menschen dafür sorgte, dass Millionen von Bäumen gepflanzt wurden.

„Stop talking. Start planting“, mit diesem Satz leitet Felix Finkbeiner in der Pressekonferenz der UN-Versammlung seine Kampagne ein. Darauffolgend kam es zu einer Welle von Unterstützung, von Prominenten und Wissenschaftlern.

Im Vordergrund ist die Idee, dass die Erwachsenen den Kindern zuhören und die Kinder bei den Tätigkeiten unterstützt werden. So nun auch in Barmen am Samstag. Die „Akademie“, also eine Tagesveranstaltung bei der die Teilnehmer über den Klimawandel lernen und eigene Aktionen starten, wurde von den Kindern Henri, Anton und Lola Mommertz geleitet. Die drei haben den ClubTreeTeamWest gegründet. Zusammen mit der Unterstützung von ein paar Elternteilen und anderen Kindern und Jugendlichen der Initiative wurde ein Programm für den ganzen Tag auf die Beine gestellt. Im Vordergrund die Aktion für die Baumpflanzung.

Nachmittags kam es zum Höhepunkt: Neben Walnussbäumen und verschiedensten anderen Baumarten wurden fünf neue Bäume gepflanzt. Darunter ein Pflaumenbaum, ein Apfelbaum, eine Rotbuche, eine Hainbuche und eine Blutbuche. Gleichzeitig wurde damit auch ein Zeichen für das Klima gesetzt.

Diese soll nicht die letzte Aktion der Umweltinitiative „Plant-for-the-Planet“ gewesen sein. Auch im Herbst soll es größere Pflanzaktionen geben. Falls also inzwischen Interesse geweckt wurde, mit dem Link https://www.plant-for-the-planet.org/de/ geht es zu der Internetseite von „Plant-for-the-Planet“.

Fotos: Luana Esser


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