Start Stadtteile Jülich Kein Rekord, aber ein Erfolg

Kein Rekord, aber ein Erfolg

Einen zufriedenen Blick zurück und einen positiven Ausblick ins kommende Jahr warf die Geschäftsführung der Stadtwerke Jülich bei der Vorstellung ihrer Jahresbilanz.

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Dirk Sandmann, Ulf Kamburg, Dr. Uwe Macharey und Ivan Ardines (von links). Foto: Archiv / Looping Media
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Wohin man blickte bei der offiziellen Bilanz-Pressekonferenz der Stadtwerke Jülich: zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten. „Wir können nicht jedes Jahr von Rekord zu Rekord eilen“, schränkte Prokurist Dirk Sandmann angesichts „leicht rückläufiger Umsatzerlöse“ zwar etwas ein, erklärte aber, warum man dennoch zufrieden sein könne: „Angesichts einer gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage, die von Unsicherheiten und strukturellen Veränderungen geprägt ist, waren neue Rekorde aber auch weder erwartbar noch realistisch.“

In konkreten Zahlen bedeutet das: Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Gemessen an der Branche und im Vergleich zum „zweitbesten Jahr der Unternehmensgeschichte“ als das 2024 mit einem Jahresüberschuss von rund 2,3 Millionen Euro verbucht ist, sei das ein gutes Ergebnis, wie Geschäftsführer Ulf Kamburg sachlich einordnet. Im „sehr herausfordernden“ letzten Geschäftsjahr haben die Stadtwerke zudem reichlich Geld in die Hand genommen. Investiert habe man unter anderem in den Ausbau des Glasfasernetzes und in den Brunnenbau. Das neue Wasserwerk an der Römerstraße steht für das laufende Jahr auf dem Zettel. Dorthin werden rund 18 Millionen Euro fließen. Nötig werden Brunnen- und Wasserwerks-Ausbau angesichts des steigenden Trinkwasserbedarfs in Jülich. „Es gibt Ansiedlungen von neuen Gewerbebetrieben im Norden und große Neubaugebiete werden folgen“, so der technische Leiter Dr. Uwe Macherey. Die Inbetriebnahme des neuen Brunnens, für den 200 Meter tief gebohrt werden musste, ist für „Mitte des Jahres“, also in naher Zukunft, geplant.

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Damit ist sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Um die 45.000 Haushalte könne man mit dem derzeit anvisierten Ausbau sicherlich „locker versorgen“, schätzt der Geschäftsführer, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass der steigende Bedarf von Industrie und Gewerbe zwar erwartbar, aber deutlich schwieriger zu prognostizieren sei. Welche möglichen Großverbraucher hinzukommen könnten, sei nicht wirklich zu definieren. „In weiser Voraussicht“ seien deshalb bereits „ganz dicke Leitungen in den Brainergy Park“ gelegt worden, schmunzelt Kamburg. Der Elektrolyseur etwa, der gerade auf der Merscher Höhe entsteht, sei eingeplant, aber ob weitere entstünden, wisse man aktuell noch nicht, nennt er ein konkretes Beispiel.

Der durchschnittliche Verbrauch sowohl von Strom als auch Wasser in den Jülicher Haushalten sei seit Jahren relativ konstant, stellt der technische Leiter des Unternehmens fest. Geräte würden zwar grundsätzlich sparsamer, gleichzeitig kämen mehr hinzu – ob nun Elektrogeräte oder Pools und Equipment zur Gartenbewässerung. Dass die Abgabemengen von Strom und Wasser dennoch leicht gestiegen seien, läge vor allem daran, dass zum Beispiel „etliche neue Stromkunden“, auch außerhalb Jülichs gewonnen werden konnten. Gestiegen ist auch die ausgelieferte Gasmenge, um gute neun Prozent. Viele Kunden hätten zwar ihre alte Gasheizung ausgetauscht, seien aber beim Heizen mit Gas geblieben, erläuterte Ivan Ardines, Vertriebs- und Marketingleiter des Unternehmens. Unterm Strich sei der Vertrieb zwar „nicht gerade einfach“, so Ardines, aber angesichts des harten Wettbewerbs vor allem im Hinblick auf die Gewinnung neuer Geschäftskunden, sei er ausgesprochen zufrieden. „Unser Service wird offenbar geschätzt“, so sein Fazit. Auch die Rückmeldungen aus dem Kundenkreis seien positiv – damit zieht Ardines einen weiteren erfreulichen Schluss aus dem vergangenen Geschäftsjahr.

2025 war für die Stadtwerke ein Jahr, in dem viel in notwendige Zukunftssicherung investiert wurde: Neben den genannten großen Projekten wie dem Brunnenbau zählte die Geschäftsführung auch kleinere Maßnahmen auf. In allen Sparten, sprich Strom, Gas und Wasser, seien zusätzliche Hausanschlüsse geschaffen und alte erneuert worden. Für Strom und Wasser mussten neue Leitungen gelegt werden. Neu sind auch die Leitungen fürs „schnelle Netz“ – derzeit wird in Welldorf und Güsten am Glasfaser-Netzausbau gearbeitet. Erklärtes Ziel ist, dass Anfang 2030 in allen Jülicher Stadtteilen der Zugang zum schnellen Glasfasernetz gewährleistet ist. Auch speziellere Geschäftsfelder wie etwa der sogenannte Mieterstrom entwickelten sich erfolgreich, etwa in der Artilleriestraße. Hier geht es darum, auch Mietern in Mehrfamilienhäusern zu ermöglichen, selbst produzierten Strom von der PV-Anlage auf dem Dach zu nutzen.

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinische Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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