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Lokale Infrastruktur schnell wieder herstellen

Mitgliedsunternehmen der Vereinigten Industrieverbände und des Industrie – Wasser – Umweltschutz e.V. in den Kreises Düren und Euskirchen sind zum Teil massiv von dem Jahrtausendhochwasser betroffen. Nicht nur Produktionsanlagen können auf unabsehbare Zeit nicht wieder in Betrieb genommen werden. In den Firmen gibt es auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben.

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Als Risiken am Donnerstagabend für das Gebiet der Rur im Kreis Düren bekannt wurden, ist es gelungen, noch einige Firmen in den gekennzeichneten Bereichen zu informieren, sodass Vorkehrungen getroffen werden konnten. In aller Eile wurden Waren höher gelagert, Flächen freigeräumt, Hochwasserschutzeinrichtungen aktiviert, EDV-Systeme heruntergefahren und Werke spannungsfrei gestellt. Dr. Stefan Cuypers, Geschäftsführer der Industrieverbände erläutert: „Es gibt Hochwassergefahrenkarten der Bezirksregierung Köln. Auf denen sind betroffene Flächen für unterschiedliche Hochwassersituationen dargestellt.“

Gisela Braun, Geschäftsführerin der Firma Julius Hoesch in Düren, hat mit ihrem Team eine Nacht damit verbracht, sensible Akten aus dem Keller in höhere Räume zu tragen. In anderen Flussgebieten blieb keine Zeit für entsprechende Vorbereitungen. An der Kall stieg das Wasser unvorhergesehen so schnell, dass Mitarbeiter die Nacht eingeschlossen vom Hochwasser in der dortigen Papierfabrik verbrachten.“

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Viele Mitgliedsfirmen berichten, sie seien mit einem blauen Auge davongekommen. Andere stehen vor noch nicht bezifferbaren Schäden. Noch ist unklar, ob und wann die erheblich beschädigte Papiermaschine der Papierfabrik Zerkall wieder in Betrieb gehen kann. Lieferausfälle und damit verbunden werden Umsatzeinbußen entstehen.

Die Bereitschaft, geschädigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen zu unterstützen, ist, groß. Metsä Tissue in Kreuzau und Gates Tube Fittings in Euskirchen beispielsweise zahlen Hochwassergeschädigten aus ihren Belegschaften Hotelaufenthalte. Auch der Papierhersteller Smurfit Kappa in Zülpich erarbeitet Maßnahmen, um das Leid der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Familien so gut wie möglich abmildern zu können. „Ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Belegschaft ermöglicht es jenen, die es hart getroffen hat, sich auf ihr privates Umfeld zu konzentrieren. Kolleginnen und Kollegen übernehmen absolut selbstverständlich ihre Pflichten im Betrieb“, berichtet Andreas Zeitlinger, Managing Direktor von Smurfit Kappa.

„Die schnellstmögliche Wiederherstellung der lokalen Infrastruktur wie der geregelten Stromversorgung, Wasser- wie Gasversorgung, Telefon- und Internetanbindung ist für stark betroffene Firmen beispielsweise in Bad Münstereifel von besonders großer Bedeutung“, berichtet Cuypers. Florian Kipping, Umweltbeauftragter des Zuckerherstellers Pfeifer & Langen, ergänzt: „Die zerstörte oder defekte öffentliche Infrastruktur ist ein zusätzlicher Belastungsfaktor für unsere Belegschaft.“

Hans Helmuth Schmidt, Vorsitzender der Vereinigten Industrieverbände: „Wir möchten in den kommenden Wochen und Monaten keine Ausflüchte wegen komplizierter und lang andauernder öffentlicher Vergabeverfahren, wegen Grenzen des europäischen Beihilferechts oder langer Genehmigungsverfahren hören. Unsere Volksvertreter sind auf allen Ebenen bis hin zur Europäischen Gemeinschaft für den rechtlichen Rahmen verantwortlich, in dem die Hochwasserkatastrophe bewältigt wird. Jetzt müssen schleunigst alle Möglichkeiten für die schnelle Umsetzung der Reparaturmaßnahmen geschaffen werden.“


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