„Schaut man auf die reinen Zahlen, ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Das ist zunächst eine positive Entwicklung. Für eine fundierte Einschätzung reicht dieser Blick allerdings nicht aus. Maßgeblich ist das Gesamtbild“, kommentiert Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, die sommerliche Entwicklung. „Die Entwicklung am Arbeitsmarkt lässt sich nicht an einer einzelnen Kennzahl festmachen. Erst das Zusammenspiel von Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitskräftenachfrage ermöglicht eine belastbare Bewertung. Während die Arbeitslosigkeit leicht zurückgeht, signalisiert die rückläufige Zahl neu gemeldeter Stellen, dass Unternehmen weiterhin vorsichtig agieren. In der Gesamtbewertung stagniert der Arbeitsmarkt“, so Käser weiter.
Stagnation am Arbeitsmarkt lautet auch die Feststellung für den Kreis Düren. In Jülich ist die Arbeitslosenquote minimal, und zwar um 0,1 Prozent, im Vergleich zum Mai gesunken. Hinter der Prozentzahl stehen 21 Menschen. Im gesamten Agenturbezirk sind deutlich weniger neue Stellen gemeldet worden als im Monat zuvor. Die Jülicher Entwicklung scheint ein wenig gegen den Trend zu gehen: Für den Juni haben Arbeitgeber 91 freie Stellen gemeldet. Das sind sogar 37 mehr als im vergangenen Jahr.
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