„Die Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen, gleichzeitig wurden weniger neue Stellen gemeldet. Die erhoffte Frühjahrsbelebung ist auch in diesem Monat ausgeblieben“, kommentiert Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, den Bericht seiner Behörde für den Monat April. „Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage wirkt sich zunehmend auch auf den Arbeitsmarkt aus. Wir gehen davon aus, dass sich diese verhaltene Entwicklung fortsetzt und die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten moderat weiter ansteigen wird“, ergänzt Käser. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) erhöht sich die Arbeitslosigkeit um 83 Personen zum Vormonat. 16.246 Menschen werden aktuell durch die Arbeitsagentur betreut. Die Jobcenter (Grundsicherung) der Region betreuen 28.479 Kundinnen und Kunden, das sind 51 Personen mehr als im Vormonat. Unternehmen melden im April 1350 neue Arbeitsstellen, 155 weniger als im März.
Kurzarbeit
Endgültige Werte zur realisierten Kurzarbeit für Oktober: Im Oktober 2025 haben 105 Betriebe und 2177 Menschen in der Region kurzgearbeitet. Im genannten Monat waren vor allem das verarbeitende Gewerbe (Produktion) und das Baugewerbe betroffen. Für den März 2026 legt die Statistik die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach zeigen für den März im Agenturbezirk Aachen-Düren 41 Unternehmen für 369 Personen Kurzarbeit an. Für die Zeit vom 1. bis 24. April erfasst die Statistik vorläufige Zahlen. Demzufolge zeigen im genannten Zeitraum insgesamt 23 Unternehmen Kurzarbeit für insgesamt 430 Personen an.
Der Arbeitsmarkt im April
Im April stiegt die Gesamtarbeitslosigkeit leicht. Sie erhöht sich um 134 Personen im Vergleich zum Vormonat (+0,3 Prozent). Im Vergleich zum April des Vorjahres sind 611 Personen (-1,3 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Aktuell sind im gesamten Agenturbezirk Aachen-Düren Ende April 44.725 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 7,3 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte zum Vormonat). Im Vorjahresvergleich verringert sich die Arbeitslosenquote (April 2025: 7,5 Prozent).
Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und in der Grundsicherung (SGB II)
Im April erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung leicht. 16.246 Personen (+83 oder +0,5 Prozent zum Vormonat) sind zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl von Arbeitslosigkeit betroffener Menschen um 684 Personen (+4,4 Prozent). Im Bereich der Grundsicherung steigt die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht. Gegenüber dem Vormonat sind 51 Personen (+0,2 Prozent) mehr arbeitslos. 28.479 Personen sind Ende April arbeitslos gemeldet, damit liegt die Zahl arbeitsloser Menschen unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-1295 Personen / -4,3 Prozent).
Kreis Düren
Im Kreis Düren steigt die Arbeitslosenquote auf 7,8 Prozent (+0,1 Prozentpunkte zum Vormonat; +0,1 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat). Es sind 11.546 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+59 oder +0,5 Prozent zum Vormonat). Im April erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung leicht auf 3878 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind 11 Personen (+0,3 Prozent) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 207 Personen (+5,6 Prozent). Die Zahl der in der Grundsicherung (job-com Kreis Düren) betreuten Menschen im Kreis Düren erhöht sich um 48 auf 7668 Personen im Vergleich zum Vormonat (+0,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 45 Personen (-0,6 Prozent).
Die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt nach Standorten
Die Arbeitslosenquoten verändern sich an fünf von zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reicht im April 2026 von 4,4 Prozent in Monschau bis 8,2 Prozent in Aachen. Im Stadtgebiet Aachen beträgt die Quote 8,2 Prozent (März: 8,2 Prozent), in Alsdorf 7,6 Prozent (März: 7,6 Prozent), in Eschweiler 8,0 Prozent (März: 8,1 Prozent), in Stolberg 8,1 Prozent (März: 8,0 Prozent), in Monschau 4,4 Prozent (März: 4,4 Prozent), in Düren 7,9 Prozent (März: 7,9 Prozent), in Jülich 7,3 Prozent (März: 7,4 Prozent), in Erkelenz 5,6 Prozent (März: 5,6 Prozent), in Geilenkirchen 7,3 Prozent (März: 7,2 Prozent) und in Heinsberg 5,6 Prozent (März: 5,7 Prozent).
Jülich liegt damit gemeinsam mit Geilenkirchen auf Platz 4 von 10.
Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Im April erhöhen sich die Zugänge in Arbeitslosigkeit sowie die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit (zum Vormonat). 7572 Menschen beenden ihre Arbeitslosigkeit (+2,0 Prozent zum Vormonat und +1,8 Prozent zum Vorjahresmonat). 7715 Personen melden sich im Laufe des Monats arbeitslos (3,3 Prozent zum Vormonat und +5,5 Prozent zum Vorjahresmonat).
Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesamtregion
Die Arbeitskräftenachfrage sinkt im April gegenüber dem Vormonat deutlich. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Agenturbezirk Aachen-Düren melden im April insgesamt 1350 neue Arbeitsstellen, davon sind 1171 (86,7 Prozent) für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse. Die Zahl neuer Arbeitsstellen verringert sich um 155 (-10,3 Prozent) und liegt damit unter dem Niveau des Vormonats (März: 1505 Stellen). Gegenüber dem Vorjahresmonat verringert sich die Zahl neu gemeldeter Stellen ebenfalls deutlich (-22,6 Prozent). Im April sind insgesamt 6339 Arbeitsstellen gemeldet (-231 oder -3,5 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres).



















