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Betrüger unterwegs

Am Donnerstag meldeten sich zwei Senioren bei der Polizei, weil angebliche Polizisten in Telefongesprächen Geld gefordert hatten. In einem der Fälle waren die Täter auch erfolgreich.

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Archivbild Polizeiauto | Foto: Arno Bachert - stock.adobe.com
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Beide Male wurde die gleiche Masche angewendet: Der Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, stehe kurz vor der Verbringung in ein Gefängnis und könne jedoch nach Zahlung einer Kaution auf freien Fuß kommen. Bekräftigt wurde die Geschichte dann noch, indem der vermeintliche Sohn das Telefon übernahm und weinend die Geschichte bestätigte. In beiden Fällen stellten die Betrüger die Freilassung des Sohnes gegen Zahlung eines Betrages im hohen fünfstelligen Bereich in Aussicht. In einem Fall wurde das Gespräch mit dem falschen Polizisten kurzzeitig unterbrochen, sodass die Geschädigte Kontakt zu ihrem echten Sohn aufnehmen konnte. Als dieser erklärte, dass alles in Ordnung sei, war schnell klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte.

Der zweite Fall hingegen ging für die Angerufenen nicht gut aus. In einem mehr als einstündigen Telefonat wurden die Senioren derart beeinflusst, dass sie ihre im Haus befindlichen Wertgegenstände zusammen suchte und an einen vermeintlichen Polizisten an der Tür übergaben. Die ursprünglich geforderten 75.000 Euro konnte man nicht aufbringen, sodass der Anrufer sich mit dem zufrieden gab, was an Wertsachen im Haus war. Dass die Geschichte komplett erlogen war, musste das Ehepaar dann später feststellen. Der Abholer der Wertsachen wird beschrieben als etwa 30 Jahre alt und circa 170 cm groß. Der Mann hatte dunkle kurze Haare, die oben gelockt waren. Er war dunkel gekleidet und hatte über den linken Arm einen blauen Parka mit der Aufschrift „Polizei“ gelegt. Zeugen, die eine solche Person Donnerstagnachmittag zwischen 15 Uhr und 17 Uhr in Derichsweiler im Bereich Martinusplatz/Waldstraße/Im Reuter gesehen haben und Angaben über deren Fluchtrichtung oder ein genutztes Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich mit der Leitstelle der Polizei unter der Rufnummer 02421 949 / 6425 in Verbindung zu setzen.

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In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Polizisten niemals anrufen, um Geld für Kautionen in Empfang zu nehmen. Beenden Sie Gespräche, in denen Sie nach Ihren Wertsachen gefragt werden, sofort. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern denken Sie in Ruhe nach und ziehen gegebenenfalls Vertrauenspersonen hinzu. Wählen Sie die 110 und informieren Sie Ihre Polizei.


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