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Jugend ist kreistauglich

Was lange währt: Über zwei Jahre nach dem ersten Anstoß ist das Kreisjugendparlament nun Realität. Bei der ersten Sitzung am 7. Mai wird Dania Alla das Jülicher Jugendparlament vertreten.

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Dania Alla vom Jugendparlament Jülich. Foto: Ariane Schenk
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Wie entsteht eigentlich so ein Kreisjugendparlament? Der Antrag dafür kam ursprünglich vom damaligen Vorsitz-Team, Paula Grün und Liam Franken. Dieser wurde 2024 an den ehemaligen Landrat Wolfgang Spelthahn gestellt. Hintergrund war, so ihre Begründung, unter anderem der hohe Altersdurchschnitt in den kommunalen Parlamenten und die fehlende Abbildung von Jugend-Interessen.

Dania Alla, heutige Abgeordnete des Jugendparlaments Jülich und dessen künftige Vertreterin im Kreis, berichtet, dass das Kreisjugendparlament in der Zeit danach natürlich nicht immer Hauptthema, aber durchaus ständig präsent gewesen sei. Schließlich gab es auch Workshops mit Erwachsenen, bei denen etwa diskutiert wurde, wie die Jugendlichen sich das Kreisjugendparlament vorstellen und die Frage gestellt wurde: Gibt es auch bei Jugendlichen aus anderen Kommunen überhaupt ein Interesse am Kreis-Parlament? Bei diesem Workshop konnte auch das Jülicher Jugendparlament das zu diesem Zeitpunkt noch in Planung befindliche Kreisjugendparlament mitgestalten. Dania resümiert: So eine Parlamentsgründung braucht viel Zeit. Ein Einblick in den Umstand, warum viele Entscheidungen in der „großen“ Politik so lange dauern.

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Es ist ein großer Aufwand, der dafür betrieben wird, dass das Kreisjugendparlament entsteht. Die Geschäftsordnung wird, so Dania, von der Verwaltung erstellt und mit dem Sprecherinnen- und Sprecher-Team des Kreisjugendparlaments – von den Schülerinnen und Schülern bewusst geschlechtergerecht bestimmt und demnach aus zwei Jungen und zwei Mädchen bestehend – abgestimmt. Vor einem Monat wurde die Satzung vom Kreistag beschlossen. Und auch ein Fortbildungswochenende sowie eine weitere Kennenlernveranstaltung habe es bereits gegeben.

Bei der Fortbildung seien viele Themen angesprochen worden, die auf die erste Sitzung geschoben wurden. Darunter Ämtervergaben, Priorisierungsfragen oder die, ob ein Social Media-Account gewünscht ist. Große Ausnahme: Die Wahl der Hauptsprecherin und des Hauptsprechers, die auch den Sitzungsvorsitz übernehmen, sowie ihres Teams. Aber vor allem sei es ein Wochenende gewesen, in dem das Kennenlernen der Abgeordneten der verschiedenen Städte und Kommunen unter einander im Vordergrund stand.

Dania Alla geht ganz offensichtlich mit positivem Gefühl, Freude und Hoffnung in die neue Institution. Sie wünscht sich, dass durch das Kreisjugendparlament nochmal mehr Aufmerksamkeit auf die Jugendlichen in Jülich gelegt wird und auch in anderen Gemeinden das Gefühl ankommt, dass man sich als junger Mensch bei seiner Gemeinde mit Ideen melden kann. Vielleicht sogar der Eindruck entstehe, dass man auch als Jugendlicher oder Jugendliche etwas erreichen kann. Außerdem führte der Austausch mit den Jugendparlamenten anderer Städte möglicherweise dazu, dass Ideen diskutiert und umgesetzt werden könnten, auf die man alleine nie gekommen wäre. Es sei ein Statement, ein Zeichen der „Verbündung“ von Jugendlichen. Und wenn die Erwachsenen dadurch mehr auf Jugendthemen aufmerksam würden, sei das fast schon so, als seien Jugendliche direkt eingebunden.

Die erste Sitzung des Kreisjugendparlaments findet am 7. Mai um 17 Uhr im Dürener Kreishaus statt. Als konstituierende Sitzung stehen vor allem grundsätzliche Fokuspunkte des Parlaments sowie die Verteilung von Ämtern und Funktionen auf der Tagesordnung.

Zum Kommentar: Die eine Stimme haben wollen


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