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Mindestabstand für Schilder

Zu viel, zu schnell und auch zu teuer: Laut der SPD gibt am Straßenrand zu viel zu lesen.

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Foto: Johann Ohling
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Die Jülicher SPD will den Schilderwald in Teilen der Herzogstadt lichten. Es „stehen rund um den Schlossplatz über 140 Schilder (inkl. Ergänzungsschildern), die von den Verkehrsteilnehmern beachtet werden müssen. Konkret handelt es sich um die Strecke von der Einfahrt zum Parkhaus Zitadelle, zur Kreuzung Schlossstraße/Kurfürstenstraße, bis hin zur Ecke Kurfürstenstraße/Römerstraße“, heißt es so in dem Antrag der Partei. 450 Meter sei diese Strecke lang. Baustellenschilder sowie Schilder, die aufgrund der Corona-Pandemie aufgestellt worden seien, habe man bei der Zählung ausgelassen.

Wichtigster Grund für den Antrag sei die Unmöglichkeit, alle Schilder bei der Durchfahrt zu lesen und entsprechend zu befolgen. „Dies verleitet letztendlich dazu, dass die Schilder nicht mehr ernst genommen werden“, heißt es weiter. „Dies ist sicher nicht im Sinne von mehr Verkehrssicherheit.“ Daneben seien überflüssige Schilder auch ein unnötiger Kostenfaktor. Die SPD fordert in diesem Sinne einen Mindestabstand zwischen den Schildern und den Abbau entbehrlicher Verkehrszeichen. Gelobt wurden in dem Antrag hingegen „die vielen rechts-vor-links-Gebiete“, in denen bewusst auf Schilder verzichtet worden sei. In einem Vier-Punkte-Plan wurde die Prüfung der Schilder und eines Shared Space, bei dem Fußgänger, Rad- und Autofahrer im Straßenverkehr gleichgestellt sind, durch die Hand der Stadtverwaltung beantragt. Außerdem forderte die Partei auch die Möglichkeit für die Bürgerschaft, überflüssige Schilder zu melden.

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Diesem folgte die CDU sowie die UWG JÜL nicht. In der letzten Sitzung des Stadtrates sagte so Marco Johnen (CDU): „Dem Antrag wie er hier steht können wir nicht folgen. Shared Spaces sind schon rauf und runter diskutiert worden.“ Bürgermeister Axel Fuchs schlug im Austausch mit Harald Garding (SPD) als Lösung vor, dass die Prüfung der Schilder in das Mobilitätskonzept und InHK aufgenommen wird. Auch Fahrschulen und Taxigewerbe sollen mit einbezogen werden. Die kommunale Politik stimmte einstimmig zu.


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